6.11.2015 07:41
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bern
Lebensmittelbranche gründet Netzwerk
Der Verein Hauptstadtregion Schweiz möchte die Lebensmittelindustrie der Kantone Bern und Freiburg besser vernetzen. Dazu hat er am Donnerstag den Cluster Food & Nutrition lanciert.

«Zusammen sind wir stärker», sagte Paul Niederhäuser, der Leiter des provisorischen Cluster-Vorstandes bei der Kick-Off-Veranstaltung in der Aula der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) im bernischen Zollikofen.

Micarna, Cremo und Cailler

Wie Niederhäuser ausführte, soll dank dem neuen Gebilde die Zusammenarbeit vor allen in den Bereichen Innovation, Aus- und Weiterbildung und Branding verstärkt werden.

Dem Cluster bereits beigetreten sind etwa der Fleischverarbeiter Micarna, der Schokoladenhersteller Cailler und der Milchverarbeiter Cremo. Aber auch die Berner Fachhochschule, das Inforama und die Forschungseinrichtung swiss food research sind mit dabei. Insgesamt sind aktuell 34 Firmen, private Forschungsanstalten und staatliche Akteure Teil des neu-lancierten Netzwerks. «Das erste Ziel ist nun, diese Zahl zu erhöhen», sagte Niederhäuser.

Freiburg schon Zentrum der Lebensmittelbranche

Unterstützung erhält der Cluster Food & Nutrition von den Kantonen Bern und Freiburg. Der Kanton Freiburg sei bereits jetzt ein Zentrum der Lebensmittelindustrie, wie Beat Vonlanthen, der Co-Präsident der Hauptstadtregion und Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Freiburg, sagte.

Tatsächlich arbeiten nur im Kanton Appenzell Innerrhoden verhältnismässig mehr Personen in der Lebensmittelbranche als im Kanton Freiburg. Da auch Bern über eine grosse Lebensmittelbranche und viele Ausbildungsstätten verfüge, sei das «Potenzial für eine fruchtbare Zusammenarbeit» gross, sagte Vonlanthen.

Bern hat 20 Jahre Erfahrung mit Cluster

Dieser Meinung ist auch André Nietlisbach, der Generalsekretär der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern. In seiner Rede verwies er auf die grossen Erfahrungen des Kantons Bern in Sachen Cluster. «Wir leisten seit 20 Jahren Pionierarbeit in diesem Bereich», sagte er.

Im Kanton Bern existieren Clusters etwa in den Sektoren Cleantech, Präzisions- und Medizinaltechnologie. «Dank Cluster entwickeln sich die Zahl der Beschäftigten und die Wertschöpfung oftmals überdurchschnittlich gut», sagte Nietlisbach. In der bernischen Lebensmittelbranche beschäftigten gut 600 Firmen mehr als 10'000 Mitarbeiter. Nietlisbach: «Der Cluster soll die Branche schlagkräftiger und die beteiligten Unternehmen wettbewerbsfähiger machen.»

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