18.06.2019 14:05
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Unwetter
Landwirtschaft: 4 Millionen Schaden
Die heftige Gewitterfront von vergangenem Samstag hat für die Landwirtschaft gravierende Konsequenzen. Schweizer Hagel schätzt die Schäden an landwirtschaftliche Kulturen auf rund 4 Millionen Franken. Stark betroffen ist die Romandie.

Am Samstag zog die Unwetterfront von West nach Ost. Der Sturm fegte teilweise mit mehr als 110 Kilometern pro Stunde über die Alpennordseite. Die Gewitterfront brachte Starkregen, in Cossonay VD gingen beispielsweise innert zwei Stunden rund 50 Liter nieder. Örtlich kam es zu starkem Hagelschlag.

Die landwirtschaftliche Kulturen wurden durch die Unwetterfront stark in Mitleidenschaft gezogen. Gemäss Schweizer Hagel waren insbesondere die Kantone Genf, Waadt, Freiburg, Bern und Thurgau betroffen. Die Versicherung erwartet bis zu 1'000 Schadensmeldungen mit bis 4 Millionen Franken versicherte Schäden.

Von Hagel und Sturm betroffen wurden Ackerkulturen, Wein, Gemüse, Gras, Obst, Beeren und Tabak. Um die betroffenen Versicherten rasch zu unterstützen, werden die Schadenexperten in den kommenden Tagen mit der Schadenserhebung starten. Schweizer Hagel. Die Versicherung verspricht eine rasche Schadensabschätzung.

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Die Schweizerische Hagel-Versicherungs-Gesellschaft versichert die landwirtschaftlichen Kulturen von rund 30‘000 schweizerischen Landwirtschaftsbetrieben mit einem Gegenwert von rund 2 Milliarden Franken. 

Die heftigen Unwetter vom vergangenen Wochenende haben auch Fahrzeuge und Häuser in Mitleidenschaft gezogen. Besonders betroffen waren gemäss Mitteilungen von Versicherern vom Dienstag die Romandie und das Berner Oberland.

Die meisten Schäden seien durch Überschwemmungen an Hausrat entstanden. Zudem wurden zahlreiche Motorfahrzeuge durch Hagel beschädigt. Auch Gebäude seien in Mitleidenschaft gezogen worden, heisst es weiter.

Die Schweizer Tochter des gleichnamigen französischen Konzerns AXA rechnet mit Hagel- und Wasserschäden von rund drei Millionen Franken. Es seien bislang rund 550 Meldungen eingegangen. Axa ist nach eigenen Angaben der grösste Versicherer der Schweiz.

Allianz Suisse macht vor allem in und um Genf Schäden geltend und rechnet insgesamt mit rund 1'300 Schadenfällen und einem Schadenaufwand von rund 3,8 Millionen Franken. Bislang seien rund 500 Schadenmeldungen eingegangen. Ersten Schätzungen zufolge seien mehr als 500 Autos beschädigt worden, hinzu kommen mehr als 750 Fälle in der Sachversicherung.

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