16.05.2018 14:15
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
Geflügel
Kritik an Mastpoulets
Die Kleinbauern-Vereinigung kritisierte letzte Woche in einer Mitteilung die Zunahme an Mastpoulets und Legehennen in der Schweiz.

Die erwähnte Zunahmen würden zum Grossteil auf einer Fütterung mit Importfutter basieren und stellten eine Entwicklung zu einer industrielleren, bodenunabhängigen Tierhaltung dar. Diese werde massgeblich durch die immer höhere Nachfrage der Konsumenten gefördert, anerkennt die Kleinbauern-Vereinigung.

Weniger Geflügel essen

Tatsächlich ist der Geflügelkonsum in der Schweiz in den letzten Jahren markant gestiegen, und insbesondere wird Schweizer Geflügel nachgefragt. Die Kleinbauern-Vereinigung möchte, dass die Leute weniger Fleisch essen. Sie schreibt: «Das zeigt, dass trotz des grossen Interesses an der Landwirtschaft seitens der Bevölkerung mehr Information für einen bewussteren Konsum dringend notwendig ist.»

Bauernsterben hat sich verlangsamt

Sonstige Entwicklungen in der Schweizer Landwirtschaft begrüsst die Kleinbauern-Vereinigung dagegen. Sie freut sich daran, dass der Strukturwandel hin zu weniger, dafür grösseren Betrieben sich im Jahr 2017 verlangsamt hat. 2017 verschwanden 643 Betriebe, was 1% aller Betriebe entspricht. In den drei Jahren zuvor waren durchschnittlich 980 Betriebe beziehungsweise 1.8% aller Betriebe verschwunden.

Mehr Bio, mehr Gemüse

Die bestehenden Betriebe veränderten sich und stellten ihre Produktion um, stellt die Kleinbauern-Vereinigung fest. Erfreulich sei dabei die Zunahme an Bio-Betrieben (+5%, neu 6638 Betriebe) und bemerkenswert das Wachstum der Gemüsefläche. Diese hat zwischen 2012 und 2017 um 24% zugenommen. Die Gemüsebaufläche von 12600 ha verteilt sich auf 4100 Betriebe. Mehr Bio, mehr Gemüse – das legt für die Kleinbauern-Vereinigung die Vermutung nahe, dass immer mehr Betriebe konsumentennah auf Direktvermarktung setzen.

 

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