1.02.2018 17:08
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Käse
Käse: Handelsbilanz rückläufig
Die Schweiz hat im letzten Jahr mehr Käse exportiert. Die Importe legten stärker zu. Die Handelsbilanz ist rückläufig.

Rund 40% der Schweizer Milch wird zu über 650 verschiedenen Schweizer Käsespezialitäten verarbeitet. Davon werden ungefähr 40% weltweit in über 70 Länder exportiert. 

71'592 Tonnen Käse hat die Schweiz 2017 ausgeführt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 2 Prozent. Der Erlös aus dem Export beträgt 627,9 Mio. Franken – 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten der im Export bekannten Käsesorten konnten ihre Marktpositionen nicht ausbauen, sondern mussten Verluste hinnehmen, schreibt Switzerland Cheese Marketing AG. Unter den Gewinnern fänden sich insbesondere regionale Käsespezialitäten. 

Die grossen Sorten wie Emmentaler (-7,7%), Gruyère (-2,7%) und Appenzeller (-3,3%) haben mengenmässig hingegen weniger exportieren können. Im letzten Jahr wurde erstmals mehr Gruyère exportiert als Emmentaler. Der Hauptabsatzmarkt für Schweizer Käse ist Europa mit knapp 80% (57‘939 t) der exportierten Menge. Nach Deutschland gehen 31‘969 t, gefolgt von Italien (10‘301 t) und Frankreich (5‘179 t). Die Exporte in Länder ausserhalb Europas nahmen 2017 um +628 t (+4.8%) auf total 13‘653 t zu.

Die Importe nahmen um 4,2 Prozent auf 60'634 Tonnen zu. Wertmässig belaufen sich die Einfuhren auf 392,7 Mio. Franken. Die Handelsbilanz schloss 3,7 Prozent tiefer ab als 2016. Rund 83 Prozent der Importe stammten aus Italien, Deutschland und Frankreich. Der durchschnittliche Importpreis lag 2017 bei 6,48 Franken / kg. Ausländische Käse waren damit deutlich günstiger als Schweizer Käse. Besonders zugelegt haben die Importe der Kategorie "Frischkäse, Mozzarella und Quark" (+9,7%), die knapp 40 Prozent der Käse-Einfuhren ausmachen.

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