1.10.2013 07:56
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Getreide
Getreide: Erneut keine Richtpreise
Bereits zum dritten Mal nacheinander konnte die Kommission «Markt-Qualität Getreide» keine Richtpreise für das Brotgetreide festlegen. Die Preiserwartungen für die Ernte 2013 waren zu unteschiedlich.

2013 ist das Jahr ohne Richtpreise beim Brotgetreide. Das ist kein Novum, bereits in den Jahren 2007, 2008 und 2010 konnte sich die Branche nicht einigen.

Am Montag nun waren die Preisvorstellungen der verschiedenen Akteure zu unterschiedlich. Wie die Branchenorganisation Swiss Granum in einem Communiqué schreibt, zeigte sich der Getreideproduzentenverband besorgt über die Flächenentwicklung beim einheimischen Brotgetreide. Bei einem tieferen Richtpreis würde der Druck auf die Produzenten weiter erhöht. Damit werde ein falsches Signal gesendet. Die Verarbeiter hingegen weisen auf die international höheren Erntemengen hin. Die Preise auf den Weltmärkten seien so auf einem tieferen Niveau verharrt. 

Dass sich die Branche nicht einigen konnte, überrascht deshalb nicht. "Trotz der konstruktiven Diskussion konnten die Preiserwartungen der Produzenten- und der Absatzseite nicht in Übereinstimmung gebracht werden", heisst es nüchtern im Communiqué. Einzig beim Dinkel gelang es, einen Richtpreis festzulegen.

Kommission „Markt-Qualität Getreide“

Die Kommission „Markt-Qualität Getreide“  von swiss granum, der Branchenorganisation Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen, definiert jährlich die Richtpreise für Brot- und Futtergetreide sowie Eiweisspflanzen. Beim Brotgetreide wird der Ernterichtpreis Ende Juni fixiert und auf Antrag ein Herbstrichtpreis Anfang Oktober.

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