22.10.2013 17:51
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
St. Gallen
Geothermie-Kraftwerk: Produktionstests laufen nach Plan
Seit einer Woche laufen in St. Gallen die Produktionstests für das geplante Geothermie-Kraftwerk. Die gewünschten Mengen an heissem Wasser konnten noch nicht gefördert werden. Die Seismizität hat sich weiter beruhigt und der Untergrund ist stabil.

Die Projektverantwortlichen entschieden sich wie vorgesehen, eine Säuerung in zwei Etappen durchzuführen, um die Durchlässigkeit zu erhöhen, heisst es in der Mitteilung der Stadt vom Dienstag. Zwischen und nach den Säuerungsetappen erfolgten stufenweise Fördertests, welche seit Sonntagabend eine deutlich höhere Wasserförderung sowie auch Gasaustritt zeigen. Teilweise schoss eine bis zu zehn Meter hohe Flamme aus dem Bohrturm. 

Aufgrund der Lärmentwicklung wurde die Förderung gedrosselt und der Lärm auf ein erträgliches Mass reduziert. Die geförderten Mengen an Gas und Wasser sind regelmässig und kontinuierlich. Die weitere Planung sieht vor, dass bis Dienstag nächster Woche etappenweise weitere Fördertests ausgeführt werden. Im Anschluss wird das Bohrloch verschlossen und die Testanlage abgebaut. Für die Geologen beginnt dann die Zeit der Datenauswertung und Beurteilung der Produktivität der Tiefbohrung. 

Ende August hatte der St. Galler Stadtrat beschlossen, das Geothermie-Projekt trotz dem herben Rückschlag durch das Erbeben vom 20. Juli weiterzuführen. Das Beben der Stärke 3,5 wurde durch das notfallmässige Verstopfen des Bohrlochs nach einem plötzlichen Gasaustritt in der Tiefe verursacht. 

Im Idealfall sollen mit dem Geothermie-Kraftwerk mehrere tausend Gebäude geheizt und Strom erzeugt werden. Die Bohrarbeiten begannen im vergangenen März.

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