11.06.2014 08:02
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Genf
Geothermie: Auch der Kanton Genf will es versuchen
Auch der Kanton Genf setzt grosse Hoffnungen auf die Geothermie. Bevor gebohrt wird, soll aber zuerst der Untergrund erforscht werden. Mit der Nutzung könnte frühestens 2020 begonnen werden.

Der Kanton Genf werde mit grosser Vorsicht an das Projekt herangehen um Misserfolge wie in Basel und St.Gallen zu verhindern, sagte der Genfer Regierungsrat Antonio Hodgers (Grüne) am Dienstag an einer Medienkonferenz. In einer ersten Phase gehe es darum, den Untergrund besser zu erforschen. Die Versuchsphase soll im August beginnen und bis 2018 dauern.

Anschliessend könnten Bohrarbeiten beginnen, bevor frühestens ab 2020 eine Nutzung möglich wäre. Die Kosten des Programmes «Geothermie 2020» werden auf 100 Millionen Franken geschätzt. Die industriellen Betriebe von Genf (SIG) investieren 20 Millionen Franken in das Projekt.

Laut SIG-Direktor Christian Brunier müssen die Einwohnerinnen und Einwohner keine Angst vor Beeinträchtigungen haben. Das Prinzip sei das Gleiche wie bei einer Echographie. Die SIG sind überzeugt, dass der Genfer Untergrund ein grosses Potenzial bereit hält, dies vor allem wegen der grossen Menge Wasser in dieser Region.

Die Geothermie sei eine extrem interessante Energie, sagte Hodgers. Sie sei unerschöpflich und im Vergleich zu anderen Energiequellen sehr sauber. Gut genutzt könnte die Geothermie laut Hodgers bis zu zwei Drittel des Wärmebedarfs des Kantons Genf decken. Die Entwicklung dieser Technik sei deshalb unverzichtbar, um sich von den fossilen Energien, die heute 75 Prozent des Genfer Energiekonsums ausmachten, zu lösen.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE