16.05.2018 10:10
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Fenaco
Fenaco belohnt Bauern
Die Fenaco feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Das Jubiläum will sie zusammen mit den Bauern teilen. Landi-Mitglieder erhalten je nach realisiertem Umsatz eine Erfolgsbeteiligung. Das ist das erste Mal, dass die Fenaco an den Basismitgliedern eine Beteiligung gutschreibt.

Aktive Bauern, die bei der Fenaco Agrarprodukte wie Futtermittel, Dünger oder Saatgut bei der Landi einkaufen und einen jährlichen Mindestumsatz von 5000 Franken erzielen, werden mit einer Erfolgsbeteiligung bedacht. Die Bauern müssen sich für eine Teilnahme am Programm anmelden. 

Bei einem Umsatz ab 5000 Franken gibt es ein Überraschungspaket (100 Franken) mit Fenaco-Lebensmitteln. Bei einem Umsatz ab 10000 Franken wird eine Gutschrift von 200 Franken ausbezahlt. Bei einem Umsatz von über 25'000 Franken wird dem Bauern eine Gutschrift von 500 Franken ausbezahlt. Setzen die Bauern bei den Landi mehr als 50'000 Franken um, wird 1000 Franken rückvergütet. Insgesamt sollen so rund 6 Millionen Franken als Beteiligung ausbezahlt werden. Das Beteiligung wird über das Kontokorrent-Konto abgerechnet.

«Seit ihrer Gründung schrieb die Fenaco kein einziges Mal rote Zahlen», sagt Fenaco-Chef Martin Keller am Mittwoch vor den Medien. 2017 kann die Fenaco das beste Resultate vorweisen. Die Fenaco führt den Erfolg auf die Kunden in den verschiedenen Divisionen und dem Vertrauen der Bauern zurück. Auch die Mitarbeiter haben einen gewichtigen Teil dazu beigetragen, so Keller.

Die Landi geht davon aus, dass rund 16'000 Bauern von der Beteiligung profitieren. Wird die Beteiligung positiv aufgenommen, soll diese jährlich ausbezalt werden. "Sofern das geschäftliche Ergebnis es zulässt", so Keller. Neben der Erfolgsbeteiligung wird die Fenaco weiterhin die Landi-Anteilscheine mit 6 Prozent verzinsen. 

Der genossenschaftlich organisierte Konzern mit Sitz in Bern hat rund 42'000 Mitglieder, davon sind 22'000 aktive Bauern. Mit der Erfolgsbeteiligung wolle die Fenaco die produzierenden Bauern unterstützen, sagt Keller. Zudem wolle man den Zusammenhalt in der Landi-Gruppe stärken.

Die Fenaco steigerte 2017 den Umsatz um 5.3 Prozent auf 6.3 Milliarden Franken. Das Unternehmen verdankt das Wachstum insbesondere auch den Wetterverhältnissen.

Milliardenumsatz erzielt

Den Weg frei für die Erfolgsbeteiligung macht der gute Geschäftsverlauf: Den Nettoerlös steigerte Fenaco um 5,3 Prozent auf 6,3 Milliarden Franken. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie ohne die Beteiligung rückte um 4 Prozent auf einen Rekordwert von 129 Millionen vor. Und auch der Gewinn lag mit 99 Millionen so hoch wie nie zuvor.

Das Wachstum sei zu zwei Dritteln aus eigener Kraft erfolgt, sowohl preisbedingt als auch dank Marktanteilsgewinnen in allen vier Geschäftsfeldern, sagte Keller. Etwas gedämpft habe der Frost, der bei den Steinobst- und Weinkulturen zu empfindlichen Ernteausfällen geführt habe. Ein zusätzlich geringerer Fleischumsatz liess den Erlös in der Lebensmittelindustrie um 0,9 Prozent auf 1,25 Milliarden Franken zurückfallen. Und das Agrar-Geschäft wuchs vor allem dank der Übernahme des französischen Landtechnikanbieters Dousset Matelin mit 2,5 Prozent auf 1,79 Milliarden. Im Detailhandel wuchs Fenaco um 6 Prozent auf 1,96 Milliarden Franken. Positiv wirkten etwa die Akquisition des Detailhandelsgrossisten Cadar sowie der Einstieg in den Online-Handel. Das Online-Volumen sei zwar noch gering, doch vor allem mit Non-Food-Produkten könne Landi zulegen, erklärte Ferdinand Hirsig, Leiter Detailhandel.

Grosses Wachstum verzeichnete die Tankstellenkette und Heizöllieferantin Agrola. Das höhere Absatzvolumen liess den Umsatz im Geschäftsfeld Energie um rund 17 Prozent auf 1,14 Milliarden Franken ansteigen. Ausserdem baue Agrola laufend auch den Absatz von Holz-Pellets für Holzheizungen aus, ergänzte Keller.

Im laufenden Jahr will Keller die guten Ergebnisse bestätigen. Budgetiert seien ein über dem Vorjahr liegender Nettoerlös sowie Rückgänge beim Betriebs- und Unternehmensergebnis. Wegen schlechter Wetterbedingungen bis Mitte April sei der Start 2018 schwierig verlaufen. Dies habe sich in der Folge aber geändert. Mit steigenden Temperaturen finden etwa Produkte für den Garten oder den Grill Anklang bei den Kunden. sda

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