28.07.2017 13:40
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
EU
Euro-Zone bleibt im Aufwind
Die Euro-Zone hat ihren konjunkturellen Aufschwung im zweiten Quartal dank gut laufender Exporte fortgesetzt. Die zweitgrösste Volkswirtschaft Frankreich schaffte erneut ein Wachstum von 0,5 Prozent, während Spanien als Nummer vier sogar noch eine Schippe drauf legte.

Dort erhöhte sich das Tempo von April bis Juni auf 0,9 Prozent. Damit liegt die Wirtschaftsleistung wieder über dem Anfang 2008 erreichten Hoch, dem ein Absturz wegen der Finanz- und Immobilienkrise folgte. Für einen anhaltenden Aufschwung in der gesamten Euro-Zone im zweiten Halbjahr spricht das gute Geschäftsklima: Es kletterte im Juli den dritten Monat in Folge und erreichte den besten Wert seit zehn Jahren, wie die EU-Kommission am Freitag in Brüssel mitteilte.

Die französische Wirtschaft verdankt ihre anhaltend hohe Dynamik vor allem steigenden Exporten. Diese legten im Frühjahr um 3,1 Prozent zu, während die Importe nur um 0,2 Prozent zunahmen. Dazu trug die Auslieferung eines 700 Millionen Euro teuren Luxus-Ozeandampfers bei. Experten gehen davon aus, dass der private Konsum künftig zu einem Konjunkturmotor werden könnte. «Dazu dürfte die verbesserte Lage am Arbeitsmarkt beitragen», sagte der Ökonom des Instituts IHS Markit, Diego Iscaro.

Spanien bleibt wegen florierender Exporte und der verbesserten Kauflaune der Konsumenten eines der am schnellsten wachsenden Euro-Länder. Der Aufschwung kommt zunehmend auch am Arbeitsmarkt an. Im zweiten Quartal fiel die Erwerbslosenquote auf 17,2 Prozent. Erstmals seit Ende 2008 - als die Finanzkrise ihren Lauf nahm - waren zuletzt weniger als vier Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Allerdings ist die Quote noch immer die zweithöchste in der EU. Schlusslicht ist hier Griechenland.

Im Frühjahr spürt der Arbeitsmarkt in Spanien traditionell Rückenwind, da sich die Tourismusbranche mit Neueinstellungen für den Urlauberansturm im Sommer rüstet. Auch in Frankreich geht die Arbeitslosigkeit zurück. Im Juni sank die Zahl der Erwerbslosen auf 3,48 Millionen. Auch das kleinere Österreich meldete mit 0,8 Prozent ein stabiles Wachstum des Bruttoinlandprodukts. Exporte und Investitionen steuerten dazu bei. Für Deutschland wird ein Plus von 0,6 Prozent erwartet. Die Daten werden erste Mitte August veröffentlicht. 

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