15.01.2020 13:53
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz
Wirtschaft
EU: Milchprodukt-Export höher
Im EU-Aussenhandel mit Molkereiprodukten wurden im letzte Jahr eine deutliche Steigerungen erzielt. Stark zugenommen hat der Export von Butter. Eine leichte Steigerungen konnten auch beim EU-Export von Käse verzeichnet werden,

Im EU-Aussenhandel mit Molkereiprodukten wurden von Januar bis Oktober 2019 deutliche Steigerungen erzielt. Vor allem die Exporte von Butter und Magermilchpulver konnten stark erhöht werden. Rückläufig waren dagegen die Ausfuhren von Vollmilchpulver. Dies geht aus aktuellen Daten der Milchmarkt-Beobachtungsstelle der EU-Kommission hervor. 

Butterexporte um 35% erhöht 

Bei Butter legten die Drittlandexporte der EU in den ersten zehn Monaten von 2019 um 35% auf rund 143.600 t zu. Der bedeutendste Abnehmer waren die USA, die mit 30.800 t um 26% mehr Ware kauften. Zweitgrösster Kunde war China mit 9.200 t, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Plus von 36% entspricht. Noch deutlichere Steigerungen wurden bei den Ausfuhren nach Japan verzeichnet, sie konnten um 65% auf knapp 7.900 t erhöht werden. 

Die EU-Exporte von Magermilchpulver konnten von Januar bis Oktober 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26% auf 845.400 t angehoben werden. Der grösste Abnehmer war weiterhin China, das seine Bezüge um 47% auf 111.600 t erhöhte. An zweiter Stelle folgte Algerien, das allerdings seine Importe aus der Union um 29% auf 87.100 t verringerte. Gleichzeitig legten die Exporte nach Indonesien zu, und zwar um 46% auf 69.600 t. 

Exporte von Käse leicht gesteigert 

Leichte Steigerungen konnten auch beim EU-Export von Käse verzeichnet werden, die Ausfuhren legten um 5% auf rund 732.300 t zu. Hauptabnehmer waren die USA mit 120.400 t, was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 9% bedeutet. Nach Japan wurden 96.200 t (+5%) geliefert, drittgrösster Abnehmer war die Schweiz mit 52.400 t (+1%). 

Ausfuhren von Vollmilchpulver weiterhin rückläufig 

Im Gegensatz zu Magermilchpulver waren die Exporte von Vollmilchpulver von Jänner bis Oktober 2019 rückläufig, in Summe wurden sie um 14% auf 253.000 t verringert. Der Oman nahm zwar um 19% weniger Ware ab als im Vorjahreszeitraum, blieb aber mit Bezügen von 36.600 t der grösste Abnehmer der EU. Rückläufig waren auch die Ausfuhren nach Algerien, sie sanken um 24% auf 18.100 t, während die Exporte nach Nigeria um 11% auf 16.000 t gesteigert werden konnten. 

EU grösster Exporteur von Käse und Magermilchpulver 

Die EU ist am Weltmarkt weiterhin der grösste Exporteur von Käse. Mit Drittlandausfuhren von 732.300 t im Zeitraum Jänner bis Oktober 2019 lag die Union klar vor den grossen Mitbewerbern USA (307.000 t) und Neuseeland (272.000 t). Auch bei Magermilchpulver ist die EU der führende Anbieter: Den oben genannten Ausfuhren von 845.400 t standen 566.000 t aus den USA und 286.000 t aus Neuseeland gegenüber. 

Neuseeland ist bekanntlich der weitaus grösste Exporteur von Vollmilchpulver. Von Januar bis Oktober 2019 wurden 1,14 Mio. t (+16%) ausgeführt, wovon ein grosser Teil nach China geliefert wurde. Zum Vergleich: Die EU kam auf 253.000 t und die USA nur auf 30.000 t. Auch bei Butter (inklusive Butteröl) war Neuseeland mit Exporten von 365.000 t im Berichtszeitraum der wichtigste Anbieter, während die EU-Lieferungen 175.000 t und die US-Exporte 28.000 t ausmachten. 

China ist wichtigster Abnehmer am Milchmarkt 

China spielt weiterhin eine Schlüsselrolle am internationalen Milchmarkt. Im Berichtszeitraum Januar bis Oktober 2019 war die Volksrepublik mit 541.000 t (+23%) der mit Abstand grösste Importeur von Vollmilchpulver, der Grossteil davon stammte aus Neuseeland. Auch bei Magermilchpulver ging mit 292.000 t (+27%) der grösste Anteil nach China - etwa ein Drittel dieser Menge kam aus der EU. Größter Importeur von Käse war Japan mit 254.000 t (+8%). Bei Butter und Butteröl waren Russland mit 84.000 t (bis September), China mit 68.000 t und die USA mit 58.000 t die grösssten Einkäufer am Weltmarkt.

 

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