15.11.2013 08:54
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Soja
Erstmals Soja-Importe aus der Donauregion
80 Prozent des Importsojaschrotes erfüllen die Standards des Soja-Netzwerks. Märkte ausserhalb Südamerika werden wichtiger.

Die Schweiz importierte von Januar bis Ende September 2013 rund 170'000 Tonnen Sojaschrot. 80 Prozent stammten dabei aus verantwortungsbewusster Produktion. Damit ist das Soja-Netzwerk seinem Ziel von 90 Prozent zertifizierter Soja bis ins Jahr 2014 sehr nahe. Allein die vier Soja-Beschaffer Agrokommerz, Egli Mühlen, Fenaco und Heinz&Co. importierten in dieser Zeit zusammen 136'000  Tonnen zertifizierten Sojaschrot gemäss den Standards von ProTerra und Bio Suisse. Diese verbieten die Rodung von Primärwäldern und artenreichen Lebensräumen. Arbeitnehmerrechte und traditionelle Landrechte müssen eingehalten werden.

Das Soja-Netzwerk Schweiz wurde im Jahr 2011 ins Leben gerufen. Die gestiegene Nachfrage nach gentechfreiem Soja in Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich, gepaart mit mangelhafter Infrastruktur in Brasilien, führte in den letzten Monaten zu einem Anstieg der Prämien für gentechfreien Soja. Dies fordert von den Beschaffern eine weitsichtigere und von Brasilien unabhängigere Beschaffungspolitik.

Produktionsländer ausserhalb Südamerika werden wichtiger. So wird die Schweiz dieses Jahr die ersten Chargen Donau-Soja importieren. Das Potenzial der gentechfreien und verantwortungsbewussten Soja-Produktion im Donauraum wird mittelfristig auf vier Millionen Tonnen geschätzt.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE