20.10.2020 09:20
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
Ernte noch schlechter als bislang geschätzt
In Frankreich ist die Getreideernte wohl bislang immer noch zu optimistisch bewertet worden. Der Statistische Dienst beim Pariser Landwirtschaftsministerium hat am Dienstag vergangener Woche seine Ernteschätzung ein weiteres Mal nach unten korrigiert.

Zum 1. September hatten die Statistiker die diesjährige Getreideproduktion noch auf rund 59,3 Mio t beziffert; nun wird die Ernte auf insgesamt 57,9 Mio t veranschlagt. Gegenüber dem Vorjahr entspräche das einem Minus von 18,7 %, und das Mittel der vergangenen fünf Jahre würde um 12,1 % verfehlt. An Halmgetreide soll laut den jüngsten Zahlen insgesamt 43,5 Mio t eingefahren worden sein. Zuletzt war Agreste noch von 44,3 Mio t ausgegangen.

Die diesjährige Weichweizenerzeugung wird nun auf lediglich 29,2 Mio t veranschlagt; im Juli hatten die Statistiker zumindest noch mit 31,3 Mio t gerechnet. Nach der jüngsten Schätzung ist die Produktion gegenüber 2019 um 26,2 % und im Vergleich zum Fünfjahresmittel um 18,4 % zurückgegangen.

Auch die Gerstenmenge ist aktuell nochmals nach unten korrigiert worden, und zwar um etwa 500 000 t auf rund 10,5 Mio t. Pessimistischer fällt die jüngste Einschätzung der Statistiker auch für Körnermais und Ölsaaten aus. Die Ernte der Körnermaiserzeuger wird für 2020 auf 13,5 Mio t veranschlagt, nach 12,8 Mio t im Vorjahr.

An Ölsaaten wurden laut Agreste insgesamt 5,4 Mio t geerntet; im Vergleich zu 2019 entspricht das einem Plus von 3,0 %. Zurückzuführen ist das vor allem auf die Produktion von Sonnenblumensaat, die um 27,5 % auf rund 1,7 Mio t zugelegt haben soll - zuvor war der Zuwachs allerdings noch mit 34,0 % angegeben worden. Die Rapsernte wird derweil weitgehend unverändert auf 3,3 Mio t veranschlagt.

Erneut nach unten korrigiert wurde auch die Schätzung für die Zuckerrüben. Zum Stand 1. Oktober visiert der Statistische Dienst von einer Ernte von 30,5 Mio t an; das wären fast 20 % weniger als noch 2019. Damit liegt die aktuelle Schätzung um 1,7 Mio t unter der vorherigen.  

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