31.10.2019 11:42
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Ausbildung
Erneut weniger Lernende
Wie bereits im Vorjahr ist die Anzahl Auszubildende rückläufig. Die Lernendenzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 339 Personen gesunken. Das ist ein Minus von fast zehn Prozent. Trotzdem zieht der Schweizer Bauernverband ein positives Fazit.

Bereits zum zweiten Mal in Folge sinkt die Anzahl Lernende im Berufsfeld Landwirtschaft. Insgesamt sind derzeit fast 3250 Personen in einer Ausbildung im Berufsfeld Landwirtschaft. Vor zwei Jahren lag die Anzahl noch bei 3700 Lehrlingen. Damit wurde dieses Jahr der tiefste Wert seit 2011/2012 erreicht. Damals zählte das Berufsfeld Landwirtschaft rund 3100 Lehrlinge. 

Gemäss dem Schweizer Bauernverband werden derzeit knapp 90 Prozent der Auszubildenden Landwirt oder Landwirtin (2733), die anderen verteilen sich auf die Spezialberufe in den Sparten Weinbau (209), Obstbau (27), Gemüse (90) und Geflügel (14).

Den Rückgang von 339 Lehrlingen will der SBV nicht dramatisieren. «Um einen Trend auszumachen, muss ein längerer Zeitraum betrachtet werden. Unter dem Strich ist die Entwicklung seit der Bildungsreform 2009 positiv», hält der Verband fest. Je nach Beruf seien die jährlichen Schwankungen der Lernendenzahlen zwar mehr oder weniger gross, aber im Mittel über die letzten acht Jahre konstant.

Für den Rückgang macht der SBV die Gesellschaft und auch die Medien mitverantwortlich. «Die negativen Schlagzeilen, die die Branche in den letzten Monaten ausgesetzt ist, ist nicht gerade förderlich für die Motivation der Jugendlichen», kritisiert der Bauernverband. 

Die Ausbildung von gut ausgebildeten Berufsleuten bleibe eine Herausforderung. Der SBV blickt trotz dem erneuten Rückgang positiv in die Zukunft. Die Zukunftsperspektiven für junge Landwirtinnen und Landwirte sei sehr gut und die Weiterbildungsmöglichkeiten zahlreich. «Und auch für Lernende ohne familieneigenen Betrieb sind die Chancen, später selbständig einen Betrieb zu führen, sehr gut», schreibt der SBV in der Mitteilung.

Mit der Lehre sei die Basis gelegt. «Danach stehen im Bereich des Agrarsektors viele Wege offen. Mit einer konsequenten Weiterbildung, zum Beispiel Berufs- und Meisterprüfung, lassen sich die Fachkenntnisse aus der Grundbildung mit betriebswirtschaftlichem Know-how und unternehmerischem Wissen ergänzen», heisst es weiter. 

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE