5.11.2019 16:12
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Klimawandel
Dürrehilfen: 127 Millionen ausgezahlt
In Polen sind die Finanzhilfen für die von der diesjährigen Dürre betroffen Landwirte ausgezahlt worden. Wie die zuständige staatliche Agentur für Restrukturierung und Modernisierung der Landwirtschaft (ARiMR) bekanntgab, hatten sich rund 73'000 Betriebe für Dürrehilfen qualifiziert. Diese hätten in den vergangenen Wochen insgesamt umgerechnet 116,4 Mio Euro (127,8 Millionen Franken) an Hilfen erhalten.

Im Zuge der staatlichen Stützungsmassnahmen wurden laut ARiMR umgerechnet 23,4 Mio Euro (25,7 Millionen Franken) im Rahmen der De-Minimis-Regelung ausgezahlt. Diese sei damit in Polen nahezu ausgeschöpft, erklärte die Behörde. Weitere etwa 53'000 Unternehmen seien ausserhalb dieser Regelung mit insgesamt rund 93,0 Mio Euro (102,4 Millionen Franken) bedacht worden.

In Polen waren nach der lang anhalten Dürre im Jahr 2018 auch in diesem Frühjahr in weiten Landesteilen nur unzureichende Niederschlagsmengen verzeichnet worden. Landwirtschaftsminister Jan Krzysztof Ardanowski hatte deshalb die Europäische Union bereits in der ersten Augusthälfte gebeten, Dürrehilfen für die betroffenen Landwirte auf den Weg zu bringen.

Darüber hinaus hatte die Warschauer Regierung ein nationales Hilfsprogramm angekündigt, das sich an dem des vergangenen Jahres orientierte. Damit erhielten Unternehmen, die Ertragsverluste von mindestens 70 % zum mehrjährigen Durchschnitt nachweisen konnten, umgerechnet 228 Euro/ha (251 Franken/ha). Landwirte, die Ernteausfälle von wenigstens 30 % nachweisen konnten, wurden mit 117 Euro/ha (128 Franken/ha) unterstützt. 

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