6.04.2020 11:20
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
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Das «Buttermeitli» ist zurück
Sie ist zurück: Model Sarina Arnold wirbt wieder für Schweizer Butter. Zusammen mit ihren Kindern ist sie auf Plakaten und einem TV-Spot zu sehen. Doch Schweizer Butter ist in diesem Jahr Mangelware. Erstmals seit 2007 werden grössere Mengen importiert.

In den 00-Jahren war Sarina Arnold nicht als Topmodel sehr gefragt, sondern auch als Werbeträgerin. Von 2002 bis 2009 wurde die Urnerin von Swissmilk als Botschafterin für Schweizer Butter eingesetzt.

Vom Meitli zur Frau

Nach 11 Jahren kehrt sie nun zurück.  Arnold hat nur positive Erinnerungen an ihre erste Zeit als «Buttermeitli». «Ich verwende Butter nach wie vor täglich. Deshalb macht es mir auch nichts, wenn mir noch viele ‘Buttermeitli’ sagen. », sagt Arnold. «Das einzig Neue ist, dass ich kein Meitli mehr bin. Sondern eine Frau», so Sarina Arnold zu ihrem Comeback als «Buttermeitli».

In der neuen Kampagne wird sie zusammen mit ihren Kindern Felice (12) und Lean (4) zu sehen sein. Seit dem 30. März werden Plakate mit der Familie Arnold in der ganzen Schweiz eingesetzt. Am dem 6. April wird ein Spot auf verschiedenen Kanälen zu sehen sein. 

Arnold vermittelt Glaubwürdigkeit

Für Arnold ist es wichtig, hinter einem Produkt zu stehen, wie sie dem Magazin «Swissmik Family» sagt. «Ich habe schon als Kind daheim in der Küche mitgeholfen. Kochen und Backen hat mich früh interessiert. Butter habe ich sogar pur gerne, ich verwende meist mehr als in Rezepten angegeben». 

Bei Swissmilk zeigt man sich erfreut über die Rückkehr von Sarina Arnold. «Sie bringt viel Glaubwürdigkeit zum Thema Butter. Vor-Befragungen zum neuen Spot haben zudem grosse Sympathiewerte gezeigt und bestätigt, dass sie von vielen Schweizerinnen und Schweizern weiterhin als 'Buttermeitli' erkannt wird», lässt sich Stefan Arnold, Geschäftsbereichsleiter Marketing bei Swissmilk, zitieren. Sarina Arnold wird auf Plakaten, Spots und neu auch in der Familien-Kommunikation von Swissmilk ein wiederkehrendes Element sein.

Sarina Arnold (39) wuchs im Attinghausen UR auf. Mit 16 Jahren wurde sie von ihrer Mutter beim Swiss Elite Model Look angemeldet. Sie gewann diesen und legte damit den Grundstein für ihre internationale Model-Karriere. Anfang der 2000er-Jahre wurde sie als Werbegesicht für Schweizer Butter verpflichtet. pd

Butter ist Mangelware

Derzeit ist massiv weniger Butter an Lager als in den Jahren zuvor. Laut Branchenorganisation Butter wird die diesjährige Produktion nicht reichen, um die Inlandnachfrage abdecken zu können. In Kalenderwoche 12 waren 575 Tonnen Butter in den Lagern. Letztes Jahr waren es in der selben Woche 2'835 Tonnen, 2018 gar 3'901 Tonnen.

Als Hauptgrund für die tiefe Butterproduktion sieht die BO Butter, dass zusätzliche Milchmengen aus dem Industriebereich in die Käseherstellung fliessen. Um die Produktion im Inland anzukurbeln, wird der Fettpreis auf den 1. Juli 2020 um 60 Rappen je Kilo Fett erhöht. 

Anstrengungen in Sachen Swissness gefährdet

Die reicht aber nicht aus, um den Bedarf abzudecken. Importe sind deshalb umungänglich. Diverse Butterprodukte müssten ab Mitte Jahr auf Importbutter umgestellt werden, so die BO Butter. Diese Massnahme dauere so lange, bis die Inlandproduktion die Nachfrage wieder abdecken könne. Bereits seit Wochen fordern die Schweizer Milchproduzenten (SMP) deshalb höhere Fettpreise. «In der derzeitigen Situation ist es für die Schweizer Milchproduzenten zentral, dass nun die Preise sich so entwickeln, dass die Anreize zur Inlandproduktion gross genug sind», lautet die Forderung der SMP.

Bundesrat bewilligt Import-Kontingent

Butterimporte würden zudem die Anstrengungen in Sachen Swissness gefährden, mahnen die SMP an. Alle gemeinsamen Buttermarken (Suisse Garantie, Floralp, Die Butter) der Schweizer Land- und Milchwirtschaft seien auf Swissness getrimmt worden, unter anderem auch mit Geld der Produzenten. Die letzten grossen Butterimporte fanden im Jahr 2007 statt.

Der Bundesrat hat der Bitte der Branche in der vergangenen Woche entsprochen. So wurde ein Kontingent für den Import von Butter bewilligt. Damit könne die Nachfrage befriedigt und die Versorgung sichergestellt werden, so die Landesregierung. 

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