20.10.2014 18:03
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/gro/lid
Getreide
Brotgetreide: 107'000 Tonnen deklassiert - Importe beantragt
Das Getreidejahr war von hohen Erträgen geprägt. Allerdings sorgt starker Auswuchs beim Brotgetreide für eine schwierige Situation. Beim Raps wurde derweil eine neue Rekordernte erzielt.

Die diesjährige Ernte sei von sehr guten Erträgen bei allen Kulturen geprägt gewesen, schreibt Swiss Granum in einer Medienmitteilung. Schwierigkeiten gibt es aber beim Brotgetreide dennoch: Wegen des starken Auswuchses (Keimung vor der Ernte) reicht die mahlfähige Brotgetreidemenge nicht aus. 107'000 Tonnen Brotgetreide müssen zu Futtergetreide deklassiert werden. Beim Brotweizen waren laut Swiss Granum 21 Prozent vom Auswuchs betroffen, bei Roggen gar 75 Prozent.

Die mahlfähige Brotgetreidemenge beträgt 379'509 Tonnen. Ergänzt mit Importen und Lagermengen aus der Vorjahresernte kann der Bedarf der Mühlen knapp nicht gedeckt werden. Alle Marktpartner sind sich gemäss dem Communiqué  einig, dass die Qualität der diesjährigen Ernte die Verarbeiter vor grosse Herausforderungen stellen wird. Aus diesen Gründen wird Swiss Granum einen Gemeinschaftsantrag zur Erhöhung der Zollkontingentsmenge um 10'000 Tonnen für das Jahr 2015 einreichen. Die üblichen 70'000 Tonnen sollen in den ersten beiden Importtranchen (Januar und April) mit je 5000 Tonnen ergänzt werden können. Damit könne die inländische Versorgung mit Brotgetreide sichergestellt werden.

«Die Importe werden keine zusätzlichen Deklassierungen von Schweizer Brotgetreide, das die Qualitätsanforderungen nur knapp erfüllt, zur Folge haben», versichert Swiss-Granum-Direktor Stephan Scheuner.

Wie beim Brot- konnte auch beim Futtergetreide ein hoher Durchschnittsertrag erreicht werden. Den grössten Zuwachs verzeichnete mit einem Plus von knapp 37'000 Tonnen auf 197'612 Tonnen die Gerste. Damit konnten die Flächenrückgänge bei Gerste (- 1‘200 ha), Triticale (- 700 ha), Futterweizen (- 100 ha) und Hafer (- 100 ha) mengenmässig kompensiert werden. Ausstehend ist noch

Ein neuer Rekord wurde mit 93'945 Tonnen bei der Rapsernte erzielt. Das sind 29,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Wie viel Soja und Sonnenblumen geerntet werden konnten, wird erst Ende November erhoben.

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