10.04.2015 16:57
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Bauernverband
Bauernverband: Direktor verdient 241‘000 Franken
Im Zuge der Offenlegung der Löhne bei der Fenaco-Spitze hat sich nun auch der Schweizer Bauernverband (SBV) entschieden, bei den Führungskräften in Sachen Lohn Transparenz zu schaffen. Die Lohntüte von Direktor Jacques Bourgeois ist mit 241'000 Franken gefüllt.

„Unsere Löhne sind um einiges tiefer als bei der Fenaco-Chefetage“, sagte Urs Schneider, Vizedirektor beim Schweizer Bauernverband, gegenüber der „Bauernzeitung“. Am Osterwochenende machte die „Schweiz am Sonntag“ die Gehälter der Fenaco-Spitze publik. Erstmals in der 22-jährigen Geschichte des genossenschaftlich organisierten Agrarkonzerns wurden die Bezüge offengelegt.

Fenaco-Chef Martin Keller, der die Geschicke des Unternehmen seit Juli 2012 führt, verdiente im vergangenen Jahr ein Grundgehalt und eine Erfolgsbeteiligung von 648‘000 Franken brutto (2013: 636'000 Franken). Die sechs Mitglieder der Fenaco-Geschäftsleitung wurden im Jahr 2014 im Durchschnitt mit 590‘000 Franken entschädigt. 2013 lag das Einkommen bei 570‘000 Franken. Inkludiert ist eine Leistungslohn-Komponente von bis zu 20 Prozent.

So hoch sind die Löhne der der Bauerverbandsspitze bei Weitem nicht. Man habe nichts zu verbergen, hält Schneider fest. SBV-Direktor und FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois erhielt im vergangenen Jahr ein Jahresgehalt von 241‘000 Franken brutto. Von seinem Nationalratsmandat gibt der Freiburger 60‘000 Franken am Verband ab.

Die Gesamtvergütung der vierköpfigen Führungscrew Jacques Bourgeois, Francis Egger (Departement Wirtschaft, Bildung und Internationales), Urs Schneider (Departement Kommunikation und Services) und Martin Rufer (Departement Produktion, Märkte und Ökologie) liegt laut „Bauernzeitung“ 2015 bei 808‘000 Franken. Wird der Lohn des Direktors subtrahiert, liegt das durchschnittliche Einkommen von Schneider, Rufer und Egger bei 189‘000 Franken brutto. 

Die vier Mitglieder des Präsidiums (Markus Ritter, Fritz Glauser, Hans Frei und Christine Bühler) werden insgesamt mit 140'000 Franken brutto entschädigt. SBV-Präsident Markus Ritter bezieht mit 104'000 Franken aber den grössten Anteil.

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