14.06.2019 19:30
Quelle: schweizerbauer.ch - khe
IP-Suisse
«Bauer bekommt seinen Preis»
IP-Suisse pflegt eine enge Partnerschaft mit Denner. Im Interview mit schweizerbauer.ch erklärt Präsident Andreas Stalder, wie Discounter-Preise und Nachhaltigkeit sich vertragen.

schweizerbauer.ch: Zerstört die Zuammenarbeit mit einem Discounter den Wert des IP-Labels?

Andreas Stalder: Nein. Im Gegenteil. Wir konnten durch die Zusammenarbeit unseren Bekanntheitsgrad steigern. Das Entscheidende ist, dass Denner gewillt ist, den Bauern die Prämie zu zahlen. In vielen Bereichen gar eine bessere Prämie zahlt, als vereinbart. 

Discounter und Nachhaltigkeit. Passt das denn?

Sicher nicht in allen Bereichen. Aber im Bereich, in dem wir mit Denner zusammen arbeiten, ist das kein Problem. Entscheidend ist, dass wir die Produkte absetzen können. Und das die Prämie zum Bauer kommt.

Aber die Prämie von 5 Rappen pro Liter Milch kommt beim Bauer nicht an.

Die Prämie kommt nicht überall an. Das ist zu Teil Struktur bedingt. Weil sich die Bauern offenbar zuwenig wehren. IP-Suisse ist nicht bekannt, dass die 5 Rappen Prämie nicht beim Bauer ankommen. Ich habe das heute zum ersten Mal gehört. Wir werden dem sicher nachgehen. Aber das Thema ist nicht hochaktuell. Die Prämien werden vollumfänglich an den Bauern ausbezahlt.

Denner setzt Menge vor Preis. Ist das im Sinne der Landwirte?

Denner stellt die Menge vor den Preis. Aber nicht beim Preis für den Bauern. Denner sagt, die Produkte im Laden müssen günstig sein. Der Bauer bekommt jedoch seinen Preis. Der Preis für die Konsumenten ist durch die Infrastruktur und den Auftritt von Denner schlicht günstiger als der anderer Grossverteiler.

So heisst Menge vor dem Preis: Es kommt mehr Wertschöpfung in die Landwirtschaft. Und das ist eine gute Sache.

 

 

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