5.05.2014 10:03
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
Almbauern erhalten Geld zurück
Ende April haben 1'423 österreichische Betriebe mit Almwirtschaft, die Strafzahlungen hatten leisten müssen, von der Agrarmarkt Austria (AMA) insgesamt 530'000 Euro (646'000 Franken) zurückerhalten.

Die Rückerstattung der zu Unrecht verhängten Sanktionen erfolgte gemeinsam mit der AMA-Auszahlung der Einheitlichen Betriebsprämie 2013 an mehr als 6'000 Betriebe in der gesamten Alpenrepublik. Insgesamt wurden von der AMA 22,46 Mio. Euro (27,4 Mio. Fr.) überwiesen.

Korrekturen von Antragsjahr 2013

Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter hatte bei seinem Amtsantritt im Dezember 2013 eine Taskforce einberufen, um Probleme im Zusammenhang mit den Flächenfeststellungen auf den Almen so weit wie möglich zu bereinigen. In einem ersten Schritt war es um die Aufarbeitung der „Altfälle“ aus den Jahren 2009 bis 2013 gegangen.

Dabei war vereinbart worden, jene Almbauern, denen die Landwirtschaftskammer bescheinigt, dass sie keine Schuld an unrichtigen Flächenangaben tragen, von Sanktionen zu befreien. Laut Rupprechter wurden bereits rund 10'000 solcher Bestätigungen ausgestellt, die jetzt Fall für Fall überprüft und von der AMA aufgearbeitet werden. Die ersten Auszahlungen beträfen Korrekturen des Antragsjahres 2013.

Im Zuge der nächstfolgenden Auszahlungstermine würden auch die übrigen Zahlungen an Almbauern aufgrund von Kammerbestätigungen erfolgen, so dass bis Ende August weitgehend alles abgearbeitet sein dürfte.

Hohes Mass an Rechtssicherheit für die Bauern schaffen

Dem Ressortchef zufolge wurden die Referenzflächen für das Antragsjahr 2014 so festgelegt, dass ein hohes Mass an Rechtssicherheit für die Bauern besteht. Damit sei es gelungen, für das laufende Antragsjahr in fast allen Einzelfällen eine sichere Basis für die Antragstellung zu schaffen. Noch vor dem Sommer solle es eine praxistaugliche Lösung für Almauftreiber geben, kündigte Rupprechter an.

Hier verwies der Minister auf die Verhandlungen mit dem Koalitionspartner zur Novelle des Marktordnungsgesetzes, in dem das künftige Zahlungsmodell für Almen festgelegt werden soll. Mit dem sogenannten „Verdichtungsmodell“ - der Konzentration von Zahlungsansprüchen auf einem Teil der Almflächen - bestehe künftig keine Gefahr mehr, dass wegen geringer Flächenabweichungen hohe Strafen gezahlt werden müssten.

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