16.07.2019 06:33
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Alp
Älpler sind Mangelware
Auf den Schweizer Alpen ist derzeit Hochsaison. Doch in diesem Jahr fehlt es an Personal. Freie Jobs können nicht mehr besetzt werden. -> Video

Auf den Alpen herrsche Fachkräftemangel, berichtete die «Tagesschau» auf dem TV-Sender SRF 1 am Montagabend.

Stellenmarkt ausgetrocknet

Im Beitrag wird die Situation auf einer Alp im Prättigau geschildert. Ein Älpler hat die Stelle vorzeitig verlassen. Nun konnte kein Ersatz gefunden werden. Für die beiden Älplerinnen ist das eine schwierige Situation. «Es ist sehr kräftezehrend. Wir arbeiten am Morgen und am Abend viel länger», erklärte Bernadette Rothmayr gegenüber der «Tagesschau».

Dass Personen ihre Stelle vorzeitig verlassen, kommt jeden Sommer vor. In diesem Jahr verläuft die Ersatzsuche aber sehr harzig. Der Stellenmarkt bei den Älplern ist ausgetrocknet. «Wir haben es bereits im Winter gespürt, dass es nicht so einfach ist. Und nun ist es schwierig», erklärte Alpmeister Lieni Bärtsch.

Hype geht zu Ende

Den Mangel an Personal bestätigt auch Barbara Sulzer vom Alpofon. Diese Organisation vermittelt Personal auf die Alpen. Gemäss Sulzer sind einige Alpen ohne Personal gestartet. Im Juni vermittelte sie in 63 Fällen, das sind 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Ersatz, der melken oder käsen könne, fehle aber vielerorts.

«Es kann sein, dass ein gewisser Hype zu Ende geht. In den vergangenen Jahren gab es einen richtigen Boom, zu Alp zu gehen», sagte die Gründerin des Alpofons zur «Tagesschau». Dank Filmen und Berichten sei das «Alpleben» nähergebracht worden. Aber offenbar hätte sich herumgesprochen, dass die Arbeit auf der Alp hart sei, folgert Sulzer. 

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE