23.09.2015 16:36
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Bern
„Regierung setzt falsches Zeichen“
Am Montag gab die Berner Regierung bekannt, dass der Gutsbetrieb Hondrich nicht mehr nach den Richtlinien von Bio Suisse produzieren muss. Der Verein der Bärner Bio Bure bedauert diesen Entscheid. Damit werde ein falsches Zeichen gesetzt.

„Gerade im Berner Oberland mit seiner kleinstrukturierten Landwirtschaft bietet der Biolandbau auch wirtschaftliche Perspektiven“, schreibt die Organisation am Mittwoch. Biolandwirtschaft und Berglandwirtschaft liessen sich gut gemeinsam vermarkten. Die Berner Biobauern erwarten von politischer Seite mehr Engagement sowie ein klares Zeichen für den Biolandbau. Sie möchten von der Regierung wissen, wie die Bioausbildung und -Beratung auf dem Schwand gefördert werden kann.

Eine Stallerweiterung auf dem Hondrich ist gemäss einer Mitteilung des Kantons Bern von Montag nicht möglich. Deshalb will der Pächter mit einem konventionell produzierenden Landwirtschaft eine Betriebsgemeinschaft eingehen, um eine Stallbau-Lösung realisieren zu können. Dazu musste er beim Kanton Bern ein Gesuch einreichen, um den Betrieb nicht mehr nach Bio-Suisse-Richtlinien zu bewirtschaften.

Diesem Gesuch wurde stattgegeben. „Auf Basis verschiedener Abklärungen hat das Inforama dieses Gesuch bewilligt, damit für den Kleinbetrieb Hondrich der Weg für eine betriebswirtschaftlich sinnvolle und für den Kanton Bern kostengünstige gemeinschaftliche Lösung geebnet wird“, so die Ausführungen der Berner Volkswirtschaftsdirektion.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE