21.10.2019 00:40
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Waadt
Zwei Bauern wiedergewählt
Wie in der ganzen Schweiz haben in der Waadt die Ökoparteien bei den Wahlen am Sonntag zugelegt. Im Nationalrat verdoppelten die Grünen ihre Vertretung auf vier Sitze, die Grünliberalen legten um einen Sitz zu.

Die Grünen gewannen nicht nur den zusätzlichen Sitz, der dem Kanton Waadt wegen des Bevölkerungswachstums zugesprochen worden war. Sie eroberten auch einen Sitz zu Lasten einer anderen Partei. «Wir haben überall gut abgeschnitten, in der Stadt und auf dem Land. Das ist eine grüne Flutwelle», sagte Alberto Mocchi, Präsident der Waadtländer Grünen.

Hinter den Bisherigen Adèle Thorens Goumaz und Daniel Brélaz folgten drei Frauen. Die Generalsekretärin der Westschweizer Konsumentenschutzorganisation FRC, Sophie Michaud Gigon, und die Grossrätin Léonore Porchet haben ihren Sitz in Bern auf sicher.

Dahinter folgen die Klimaforscherin Valentine Python und der Grossrat Raphaël Mahaim. Wenn der ehemalige Lausanner Stadtpräsident Daniel Brélaz wie angekündigt während der Legislaturperiode zurücktreten und Thorens Goumaz im zweiten Wahlgang in den Ständerat gewählt werden sollte, rücken die beiden nach. Bei den Grünliberalen schaffte die Bisherige Isabelle Chevalley die Wiederwahl problemlos. In ihrem Windschatten eroberte François Pointet, Präsident der Sektion Waadt, einen zweiten Sitz für die Partei.

Federn lassen musste hingegen die SVP. Drei der vier Bisherigen traten erneut an und schafften die Wiederwahl zwar: Die beiden Landwirte Jean-Pierre Grin und Jacques Nicolet und Michaël Buffat. Den Sitz der abtretenden Alice Glauser-Zufferey konnte der Grossrat Philippe Jobin jedoch nicht verteidigen.

Bei den Sozialdemokraten verwundert es nicht, dass Pierre-Yves Maillard ein Glanzresultat eingefahren hat. Der langjährige Staatsrat und jetzige Präsident der Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) erhielt mit Abstand am meisten Stimmen aller Kandidaten. Hinter ihm folgen Ada Marra, Roger Nordmann, Samuel Bendahan und Brigitte Crottaz.

Erfolglos kämpfte die radikale Linke um einen Sitz unter der Bundeshauskuppel. Das Bündnis Ensemble à Gauche erhielt 2,22 Prozent der Stimmen, die POP 1,86 Prozent. Die Beteiligung lag bei 41 Prozent.

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