12.11.2013 13:56
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Zürich
Zürich: Bauernverband will Anpassungen beim Naturschutz
Der Zürcher Bauernverband verlangt eine Überarbeitung des kantonalen Naturschutz-Gesamtkonzeptes. Die Verwaltung solle sich zurückhalten bei Landkäufen, ökologische Flächen müssten neu bilanziert werden.

Das aus den neunziger Jahren stammende Naturschutz-Gesamtkonzept sei nicht mehr zeitgemäss, kritisierte der Zürcher Bauernverband (ZBV) an einer Pressekonferenz vom 11. November in Hausen am Albis. Die Ziele seien nicht erreicht worden, wie ein Bericht im Jahr 2005 gezeigt habe. Eine Überarbeitung der Ziele sei von der Verwaltung dennoch nicht in Erwägung gezogen worden, heisst es in einer Mitteilung.

Für den Zürcher Bauernverband störend ist, dass mit zusätzlichen Landkäufen über den Natur- und Heimatschutzfond Projekte gesichert werden. Diese Landkäufe würden nicht öffentlich ausgeschrieben, im Gegensatz zu Handänderungen von Landwirten, die durch das bäuerliche Bodenrecht den Nachweis der Selbstbewirtschaftung erbringen müssten. Der ZBV fordert deshalb eine Überarbeitung des Naturschutz-Gesamtkonzepts.

Der Flächenanteil der unwiederbringlichen Fruchtfolgeflächen müsse auf dem heutigen Stand erhalten bleiben. Der Kanton soll sich zurückhalten bei Landläufen. Ökologische Massnahmen sollen freiwillig, reversibel und standortgerecht sein. Und bei Revitalisierungen von Fliessgewässern sollen die Anliegen der Landwirtschaft einer Güterabwägung gleichberechtigt berücksichtigt werden. Gefordert wird zudem eine neue Bilanzierung der ökologischen Flächen.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE