9.07.2013 10:23
Quelle: schweizerbauer.ch - mgt
Konflikte
Zoff auf dem Bauernhof - Bauernverband will schlichten
Der Schweizerische Bauernverband startet am 1. August zusammen mit der Schweizerischen Kammer für Wirtschaftsmediation ein Pilotprojekt. Dabei steht den Bauernfamilien befristet für zwei Jahre ein vergünstigter Mediationsdienst zur Verfügung. Mediation ist eine Methode, um Konflikte aussergerichtlich und einvernehmlich zu lösen.

Konflikte gehören zum Alltag und treten auch im landwirtschaftlichen Umfeld auf. Der Geschäftsbereich Treuhand & Schätzungen des Schweizerischen Bauernverbandes vermittelt deshalb in einem am 1. August 2013 startenden zweijährigen Pilotprojekt professionelle Mediatoren der Schweizerischen Kammer für Wirtschaftsmediation für Konfliktsituationen.

Das Projekt soll aufzeigen, ob die Bauernfamilien Bedarf für diese Art der externen Unterstützung haben. Ziel einer Mediation ist es, Streitigkeiten ohne den Gang vor ein Gericht zu lösen. Zu diesem Zweck vermittelt ein neutraler Mediator zwischen den Parteien. Er regt diese dazu an, selber einen Kompromiss oder einen Vergleich zu finden, hinter dem beide stehen können. Dieses Vorgehen ist vor allem dann sinnvoll, wenn es schwierige personelle Konstellationen – beispielsweise innerhalb der Familie –, um beträchtliche finanzielle Forderungen oder lange Verfahren geht.

Innerhalb der Landwirtschaft kann eine Mediation bei problematischen Scheidungen, Erbrechtsfällen, überbetrieblicher Zusammenarbeit oder Streit mit Nachbarn, bei Pachten oder anderen schwierigen Situationen sinnvoll sein und zu einer schnelleren und besseren Lösung für alle Beteiligten führen. Diese Dienstleistung steht den Bauernfamilien in der ganzen Schweiz zur Verfügung. Die Entschädigung der eingeschalteten Mediatoren erfolgt nach Aufwand und kostet im Rahmen des Pilotprojekts 170 Franken pro Stunde. Die Vermittlung ist auch ohne ein Mandat bei Treuhand & Schätzungen möglich.

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