8.04.2016 07:51
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Zürich
ZH: Bauern kritisieren Agrarpolitik
Die Schweizerische Agrarpolitik verliere den Bezug zur Realität, kritisierte Hans Frei, Präsident des Zürcher Bauernverbandes, an der Delegiertenversammlung.

Besorgt zeigte sich Verbandspräsident Hans Frei darüber, dass in die Biodiversitätsförderflächen immer mehr Steuergelder fliessen und es zwischen der nahrungsmittelproduzierenden Landwirtschaft und der rein ökologischen Bewirtschaftung zu einem immer grösseren Ungleichgewicht kommt.

Seit Einführung der AP 2014-17 seien die Produktepreise so massiv gesunken, dass heute eine Optimierung auf Biodiversität und somit die Kultivierung von Blumenwiesen weit lukrativer sei als die Nahrungsmittelproduktion, kritisierte Frei gemäss Mitteilung.

Die über 200 Delegierten haben alle Verbandsgeschäfte genehmigt. Im kommenden Jahr kann der Zürcher Bauernverband sein 175-jähriges Bestehen feiern. Der Auftakt wird mit einer Jubiläumsdelegiertenversammlung am 5. April 2017 in Gossau ZH erfolgen. Das Projekt „Heimisch“ sei ein Erfolg geworden, freute sich Bauernsekretär Ferdi Hodel. Man habe mit der Roadshow 30‘000 bis 40‘000 Konsumenten erreichen können.

Urs Schneider, Stv. Direktor des Schweizer Bauernverbands, stellte an der Delegiertenversammlung der Zürcher Bauern die Initiative für Ernährungssicherheit vor. Ausgangslage sei der abnehmende Nettoversorgungsgrad in der Schweiz, welcher auf die zunehmende Bevölkerung und gleichzeitig abnehmende landwirtschaftliche Nutzfläche zurückzuführen sei. Mit der Initiative soll ein mit anderen Berufsständen vergleichbares Einkommen erreicht und somit den jungen Bauernfamilien eine Perspektive für die Zukunft gegeben werden.

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