8.05.2014 11:43
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Zürich
ZBV: Richtplan erfüllt zentrale Anliegen der Kulturlandinitiative
Auf die Umsetzungsvorlage zur Volksinitiative zum Erhalt der landwirtschaftlich und ökologisch wertvollen Flächen (Kulturlandinitiative) sei nicht mehr einzutreten, schreibt der Zürcher Bauernverband (ZBV). Gegen einen allfälligen Humustourismus will sich der ZBV aber weiter einsetzen.

„Mit dieser Richtplanrevision konnte aus Sicht der Zürcher Landwirtschaft nicht das Maximum, aber das unter den derzeitigen politischen Kräfteverhältnissen das realistische Optimum erreicht werden“, hält der Zürcher Bauernverband (ZBV) am Donnerstag in einem Communiqué fest. Die Rahmenbedingungen für eine produzierende Landwirtschaft seien gesichert und die Siedlungsfläche sei sogar leicht reduziert worden, heisst es weiter.

Damit sind für den ZBV die Hauptanliegen der Kulturinitiative erfüllt. Der Verwaltung obliege es nun, die Entscheide zu respektieren und „vollständig umzusetzen“.

Zwei zentrale Punkte wurden aus der Sicht der ZBV nicht befriedigend erfüllt. So sei zusätzlicher Fruchtfolgeflächenbedarf zu Bauzwecken in erster Linie durch Auszonungen zu kompensieren. „Ein überbordender Humustourismus als Konsequenz von kompensierenden Aufwertungen lehnt der ZBV entschieden ab“, macht der Verband deutlich.

Im zweiten Punkt wendet sich der ZBV an die Verwaltung. Diese habe mehrfach versichert, dass das quantitative Ziel bezüglich ökologischen Flächen erreicht sei und qualitative Aufwertungen nur noch auf bereits ausgeschiedenen Flächen stattfinden sollen. „Dieses Versprechen wurde leider bis heute noch nicht erfüllt“, hält der ZBV fest. Durch engen Kontakt mit der Verwaltung will der ZBV nach Lösungen suchen, damit in Zukunft auch diese zwei Forderungen der Zürcher Landwirtschaft berücksichtigt und umgesetzt werden.

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