30.11.2012 16:40
Quelle: schweizerbauer.ch -
Wolf
Wolfsschutz: Schweizer Antrag wird abgeschmettert
Der Ständige Ausschuss der Berner Konvention hat am Freitag an ihrer Sitzung den Antrag der Schweiz abgelehnt Artikel 22 zu ändern. Mit der Änderung sollten Wölfe weniger streng geschützt werden als das Abkommen vorsieht.

Der frühere Walliser CVP-Regierungsrat und heutige Ständerat Jean-René Fournier hatte im Jahr 2010 eine Motion zum Abschuss von Wölfen eingereicht, die vom Parlament überwiesen wurde. Der Bundesrat musste sich deshalb gegen seinen Willen für eine Änderung der Berner Konvention einsetzen.

Bei einer Ablehnung der Änderung verlangt die Motion, die Konvention zu kündigen und bei einem erneuten Beitritt zweckmässige Vorbehalte zu formulieren. Sobald das offizielle Schreiben der Berner Konvention vorliege, werde das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) an die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Ständerates UREK-S gelangen, um das weitere Vorgehen festzulegen, teilte das Bundesamt für Umwelt (BAFU) am Freitag mit.

Fournier hatte als Regierungsrat 2006 den Abschuss eines Wolfes genehmigt und einer Einsprache vorab die aufschiebende Wirkung entzogen. Im Jahr 2011 war Fournier deshalb wegen Verletzung des Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel zu einer bedingten Strafe verurteilt worden.

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