7.11.2018 14:09
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Appenzell Innerrhoden
WaldSchweiz-Präsi beendet Regieren
Der Appenzell Innerrhoder Landammann Daniel Fässler tritt auf die Landsgemeinde vom 28. April 2019 aus der Standeskommission (Regierung) zurück. Dies teilte die Ratskanzlei am Mittwoch mit. Der 58-jährige CVP-Politiker und Jurist gehört der Regierung seit 2008 an. Er präsidiert auch WaldSchweiz.

Fässler steht als Landammann dem Innerrhoder Volkswirtschaftsdepartement vor. Er beende seine Tätigkeit mit dem Rücktritt auf die Landsgemeinde 2019 traditionsgemäss auf das Ende seiner Amtsdauer als regierender Landammann, heisst es im Communiqué.

Er sei nicht amtsmüde, und es gebe keinen äusseren Anlass für seinen Rücktritt, sagte Fässler der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Den Entscheid habe er schon vor zwei Jahren gefällt. «Ich bin mit Leib und Seele Landammann», betonte Fässler, der seit 2012 auch Innerrhoder Nationalrat ist.

Als Nationalrat wieder antreten

Bei den Nationalratswahlen 2019 werde er nochmals antreten, sagte er. Das Doppelmandat als Landammann und Nationalrat sei «eine einmalige Chance, um die Optik des Kantons direkt im Parlament in Bern einbringen zu können». Umgekehrt erhalte der Kanton Inputs aus der Bundespolitik. Die zeitliche Belastung durch das Doppelmandat sei allerdings gross, so Fässler.

Fässler ist im Sägereibetrieb seiner Familie aufgewachsen und selbst Waldeigentümer. Mitte 2017 übernahm er das Präsidium von WaldSchweiz, dem Verband der Waldeigentümer. Mit einer kürzlich eingereichten Motion will er die Schweizer Wald- und Holzwirtschaft nachhaltig stärken. 

Konkret soll der Bundesrat dabei berücksichtigen:

• Sicherstellung einer langfristigen Verfügbarkeit von Holz aus dem Schweizer Wald
• Stärkung der Verarbeitung und Verwendung als Beitrag zur nachhaltigen Wirtschaft
• Etablierung von Instrumenten, um das Ziel einer stärkeren Ausschöpfung des nachhaltigen Holznutzungspotenzials (gem. Waldpolitik 2020) zu erreichen
• Ergänzung um den Bereich Bioökonomie/Holzchemie, mit Fokussierung auf Forschungs- und Entwicklungsprojekten
• Nutzung von Synergien der Waldbewirtschaftung zu Gunsten aller Waldfunktionen
• Sicherstellung relevanter Rahmenbedingungen zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Holzindustrie

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