26.04.2016 17:30
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wallis
VS: Kein Eintreten auf Wolfsabschuss-Beschwerde
Der Walliser Staatsrat ist nicht auf die Wolfsabschuss-Beschwerde der Umweltverbände WWF und Pro Natura sowie des Bundesamts für Umwelt (BAFU) eingetreten. Die Begründung: Der Wolf wurde gar nicht abgeschossen.

Den Berufswildhütern war es nicht gelungen, den Wolf in der vorgegebenen Zeitspanne von 60 Tagen zu erlegen. Die Walliser Regierung entschied deshalb in ihrer wöchentlichen Sitzung von vergangener Woche, die Beschwerden sei gegenstandlos und schrieb sie deshalb ab. Peter Scheibler, Chef der Walliser Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere bestätigte am Dienstag eine entsprechende Meldung des «Walliser Boten».

Das Wallis hatte im September des letzten Jahres einen Wolf in der Augstbordregion zum Abschuss freigegeben, nachdem dort zwischen Juni und August 44 Schafe gerissen wurden. Pro Natura und WWF hatten Beschwerde dagegen eingelegt. Sie erachteten die Abschussbewilligung als nicht rechtens. Denn obwohl die Präsenz von Wölfen die Nutztierhalter dazu verpflichte, Massnahmen zum Schutz der Schafe zu ergreifen, seien solche nicht umgesetzt worden. Zudem könne nicht ausgeschlossen werden, dass es in der Augstbordregion Jungwölfe geben könnte.

Aus dem selben Grund hatte sich auch das BAFU beschwert. Denn für die Regulierung von Wolfsrudeln ist das BAFU zuständig. Würden also Jungtiere in der Region leben, müsste das Bundesamt über die Abschussbewilligung entscheiden und nicht nur der Kanton Wallis.

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