7.10.2019 17:48
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Jagd
Tierschutz unterstützt Referendum
Das vom Parlament beschlossene Jagd- und Schutzgesetz sei in Tat und Wahrheit ein Jägerschutz- und Abschussgesetz, kritisiert der Schweizer Tierschutz (STS).

Eine Rechtsgrundlage, die den Schutz wildlebender Tiere im Titel trage, gleichzeitig den Schutzstatus einer Anzahl Tierarten massiv herabsetze und Tierquälereien weiterhin zulasse, sei für den STS inakzeptabel.

In einer zeitgemässen Jagd habe die Baujagd keinen Platz mehr und die Anzahl Treibjagden gehörten aufs absolut Nötige reduziert. Der Tierschutz fordert zudem ein eine Meldepflicht zu Fehlschüssen und eine Nachsuche.

Auch gegen die Lockerung des Schutzes von Wolf und weiteren Wildtieren setzt sich der STS zur Wehr. Unter der Bezeichnung «Regulation geschützter Arten» wolle das Parlament den Abschuss geschützter Tiere deutlich erleichtern. «Wölfe - auch Jungtiere und auch in Schutzgebieten - können zum Abschuss freigegeben werden, präventiv, nur weil sie möglicherweise Schaden anrichten könnten», so der Tierschutz. Nicht einmal «zumutbare» Herdenschutzmassnahmen würden vorausgesetzt. Luchs, Höckerschwan und Biber laufen Gefahr vom Bund, ohne Konsultation von Parlament oder Stimmvolk, zur Bestandesregelung freigegeben zu werden, heisst es weiter.  

Ein Gesetz, das solche Schnellschüsse zulasse, widerspreche jeglichem Tierschutzgedanken und bedeute einen massiven Rückschritt im Tier- und Artenschutz. «Es ist kein Jagd- und Schutzgesetz für wildlebende Säugetiere und Vögel, das vom Parlament beschlossen wurde, vielmehr ist es ein Jägerschutz- und Abschussgesetz», hebt der Tierschutz in seinem Communiqué hervor. Aus diesen Gründen ergreift der Tierschutz zusammen mit Umweltverbänden das Referendum.

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