5.10.2018 08:50
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Handelsstreit
Schwere Vorwürfe: China soll gegen Trump agieren
US-Vizepräsident Mike Pence hat China vorgeworfen, gezielt gegen US-Präsident Donald Trump zu agieren. Die chinesische Regierung betreibe eine koordinierte Kampagne, um die Unterstützung für Trump zu untergraben.

Dies sagte Pence am Donnerstag in einer Rede beim Hudson Institut in Washington. Peking versuche aktiv, sich in die US-Politik einzumischen und die öffentliche Meinung in den USA zu beeinflussen - mit Blick auf die anstehenden Zwischenwahlen im November und die Präsidentschaftswahl 2020. China wolle einen anderen US-Präsidenten, sagte Pence.

Er warf der chinesischen Regierung unter anderem vor, mit ihren Sonderzöllen gegen die USA klar auf jene Industrien und Bundesstaaten abzuzielen, die bei den Zwischenwahlen eine grosse Rolle spielten und in denen sich viele Trump-Unterstützer fänden.

Regierung empört

Trump hatte der chinesischen Regierung bereits mehrfach vorgeworfen, sie versuche, sich in die US-Wahlen einzumischen. Zuletzt hatte er diese Anschuldigung Ende September bei einer Rede im UN-Sicherheitsrat erhoben und gesagt: «Bedauerlicherweise haben wir herausgefunden, dass China versucht hat, gegen meine Regierung bei den im November bevorstehenden Wahlen 2018 zu intervenieren.» Chinas Regierung hatte empört darauf reagiert.

Bei den Zwischenwahlen am 6. November in den USA werden ein Drittel der Senatoren und das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt. Die Kongresswahlen finden in der Mitte der vierjährigen Amtszeit des Präsidenten statt - und sind damit auch eine Abstimmung über dessen bisherige Regierungsarbeit.

Die Beziehungen zwischen den USA und China sind derzeit sehr angespannt. Beide Länder sind in einen erbitterten Handelskonflikt verstrickt.

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