9.11.2015 14:15
Quelle: schweizerbauer.ch - Samuel Krähenbühl
Migration
SBV sucht weiterhin Betriebe, die Migranten aufnehmen
Der Schweizer Bauernverband (SBV) sucht schweizweit Betriebe, die 2016 beim Pilotprojekt „Flüchtlinge als Arbeitskräfte in der Landwirtschaft“ mitmachen.

Die Umsetzung der im letzten Jahr angenommen Masseneinwanderungsinitiative verlange, das Potenzial an inländischen Arbeitskräften besser zu nutzen, heisst es in einer Mitteilung des SBV. Ein solches bestehe in den vorläufig aufgenommenen Personen und anerkannten Flüchtlingen: "Die Landwirtschaft auf der anderen Seite beschäftigt jedes Jahr 25'000 bis 35'000 ausländische Arbeitskräfte, weil sich für ihre Arbeiten kaum Schweizer finden lassen."

Aus diesem Grund startete der SBV im Frühsommer 2015 zusammen mit dem Staatssekretariat für Migration ein Pilotprojekt, um vorläufig aufgenommene Personen und anerkannte Flüchtlinge erfolgreich in der Landwirtschaft zu beschäftigen. In dieser Saison haben darin acht Betriebe mit 13 Flüchtlingen mitgewirkt.

3200 Franken Lohn ab zweitem Monat

Das Projekt wird laufend weiterentwickelt und soll während drei Jahren die nötigen Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren bei allen Beteiligten (Betrieb, Flüchtlingen, kantonalen Behörden) klären. Der Bruttolohn für den ersten Monat beträgt 2300 Schweizer Franken. Ab dem zweiten Arbeitsmonat bezahlen die Arbeitgeber den Flüchtlingen den Mindestlohn, der in den meisten Kantonen 3200 Franken beträgt. Die Pilotbetriebe erhalten für ihren zusätzlichen administrativen Aufwand im Zusammenhang mit der Evaluation des Projekts 200 Franken pro Monat. Weitere 200 Franken werden ihnen als pauschale Entschädigung ausbezahlt, sofern die Arbeitskräfte auch auf dem Betrieb wohnen und von der Familie verpflegt werden. Für das kommende Jahr sind wieder schweizweit Betriebe gesucht, die beim Pilotprojekt mitmachen.

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