11.10.2018 07:05
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
Verbände
SBV: Frei und Kern sollen bleiben
Trotz Erreichen des 65. Altersjahres sollen die erfahrenen Verbandskräfte Hans Frei und Hanspeter Kern im SBV-Gremium bleiben.

Hans Frei aus Watt ZH ist Präsident des Zürcher Bauernverbandes und Vizepräsident sowie Mitglied des Vorstandes des Schweizer Bauernverbandes (SBV). Er hat Jahrgang 1953 und ist im Sommer 65-jährig geworden. Hanspeter Kern aus Buchberg SH ist Präsident der Schweizer Milchproduzenten (SMP), des grössten Mitgliedverbandes des SBV. Als solcher sitzt er auch im Vorstand des SBV. Kern wird im Januar 2019 65-jährig. 

Widerspruch in Statuten

Die beiden Geburtstage sorgen im SBV für ein Problem, wie der «Schweizer Bauer» diesen April schrieb. Denn in den SBV-Statuten steht in Artikel 17 (Amtszeit der Organe): «Bei Erreichen des 65. Lebensjahres hat der Amtsinhaber oder die Amtsinhaberin zurückzutreten.» Im selben Artikel steht aber auch: «Die Amtszeit der gewählten Organe beträgt vier Jahre.» Im Fall von Frei und Kern ist das ein Widerspruch.

Jetzt hat der Vorstand des SBV das Thema beraten und ist zu einem Entscheid gekommen, wie der stellvertretende SBV-Direktor Urs Schneider auf Anfrage erklärt. «Vorstand, Präsidium, Geschäftsleitung und Landwirtschaftskammer schlagen nach eingehenden Diskussionen vor, der Delegiertenversammlung eine Statutenanpassung vorzuschlagen.» Und zwar soll der 3. Absatz des Artikels 17 mit dem Zusatz ergänzt werden: «Bei Erreichen des 65. Lebensjahres hat der Amtsinhaber oder die Amtsinhaberin per Ablauf der ordentlichen Amtszeit zurückzutreten.» So dürften Frei und Kern bis Ende 2020 im SBV-Vorstand bleiben. Denn sie sind 2016 für eine vierjährige Amtsperiode gewählt worden. 

«Heute länger gearbeitet»


Zur Begründung sagt Schneider: «Die angepasste Regelung würde gängiger Praxis entsprechen Zudem könnten Rücktritte besser mit Amtsdauern von Mitgliedsektionen koordiniert werden.» Eine solche Anpassung würde auch der bei den Agrisano-Unternehmen praktizierten Handhabung entsprechen, so Schneider weiter. Auch hätte man eine einheitliche Lösung über den ganzen SBV und seine Tochtergesellschaften hinweg. 

«Ebenfalls würde dem Umstand, dass Menschen heute – auch auf Grund der gestiegenen Lebenserwartung – länger im Arbeitsprozess bleiben und Mandate wahrnehmen können, Rechnung getragen», betont Schneider. Die Anpassung von Artikel 17 bedeute, dass diese Lösung inskünftig für alle Mandatsträger gelte. Der SBV-Vorstand ist ein zentrales Gremium im landwirtschaftlichen Verbandswesen. Er zählt 24 Mitglieder. Aus ihm rekrutiert sich das vierköpfige Präsidium mit Präsident Markus Ritter und den Vizepräsidenten Hans Frei, Christine Bühler und Fritz Glauser.

 

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