11.12.2019 13:23
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wahlen
Rytz: «Wir waren und bleiben bereit»
Damit es bald mit einem Regierungssitz klappe, müsse die Bevölkerung in vier Jahren ein «wohl noch deutlicheres Zeichen setzen», sagte Regula Rytz. Nicht äussern mochte sich Rytz zu ihren künftigen Bundesratsplänen. Ob sie ein zweites Mal kandidiere, sei offen, sagte sie.

Die Grüne Regula Rytz hat mit kämpferischen Worten auf ihre Niederlage bei den Bundesratswahlen reagiert. «Die Grünen waren und bleiben bereit, Verantwortung zu übernehmen», sagte sie.

Damit es bald mit einem Regierungssitz klappe, müsse die Bevölkerung in vier Jahren ein «wohl noch deutlicheres Zeichen setzen», sagte Rytz am Mittwoch vor Medienvertretern.

«Unbestrittener Anspruch»

Die Grünen würden sich nun bei jeder kommenden Vakanz «überlegen, wie wir unseren unbestrittenen Anspruch auf einen Bundesratssitz einfordern können», sagte Fraktionschef Balthasar Glättli (ZH). Die Strategie werde zum gegebenen Zeitpunkt kommuniziert.

Die Herausforderungen für den Bundesrat in den kommenden Jahren seien gross, sagte Rytz. Es brauche dringend Lösungen, um der Klimakrise zu begegnen. Auch die Sanierung der Sozialwerke, die Finanzierung des Gesundheitswesens sowie die Beziehungen mit den Nachbarländern müssten oben auf der Traktandenliste stehen.

Die Rolle der Grünen sei es auch in Zukunft, Brücken zu bauen und Reformen mitzuprägen. «Wir werden weiter konstruktiv mitarbeiten», sagte Rytz – «leider in der Opposition und nicht in der Regierung.» Das Parlament habe am Mittwoch «die Machtformel verteidigt». Auf den Wunsch der Bevölkerung habe es nicht geantwortet.

Zweite Kandidatur blieb offen

Nicht äussern mochte sich Rytz zu ihren künftigen Bundesratsplänen. Ob sie ein zweites Mal kandidiere, sei offen, sagte sie. «Über weitere Pläne werde ich informieren, wenn sie da sind.»

Rytz bedankte sich namentlich bei der SP. Diese habe als einzige Partei «die Spielregeln der Konkordanz in einer Zeit des Wandels unterstützt». Den anderen Parteien habe die Klimawahl 2019 offenbar noch nicht gereicht. Es sei nun Aufgabe der Grünen, als erfahrene Oppositionspartei mit einer gestärkten Fraktion die Veränderung in der Politik zu erreichen, die es brauche. 

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