3.11.2015 20:36
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/sam
Bundesrat
Rösti für Bundesrat vorgeschlagen
Die Berner SVP schickt Nationalrat Albert Rösti ins Rennen um den frei werdenden Bundesratssitz von Eveline Widmer-Schlumpf. Das gab der Berner SVP Kantonalpräsident Werner Salzmann am Rand der Delegiertenversammlung in Belp bekannt.

Der Doktor der Agronomie ist als Bergbauernsohn in Kandersteg aufgewachsen. Von 2003 bis 2006 amtete der 48-Jährige als Generalsekretär der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern. Von 2007 biss 2013 war Rösti Direktor der Schweizer Milchproduzenten SMP. Seit 2011 ist er Nationalrat und seit 2013 Gemeindepräsident von Uetendorf. Für die aus Sicht der SVP Schweiz so erfolgreichen Nationalratswahlen vom 18. Oktober amtete er als Wahlleiter.

Bundeshausfraktion entscheidet

An der Vorstandssitzung sei vor allem darüber diskutiert worden, ob die Berner Sektion einen Vorschlag machen solle, da doch bereits eine Bernerin und ein Berner im Bundesrat sitzen. Das sagte die Geschäftsführerin der SVP Kanton Bern, Aliki Panayides, nach der Sitzung auf Anfrage.

Der Vorstand habe sich schliesslich zugunsten eines Vorschlags an die Findungskommission entschieden, weil sie der Meinung sei, die SVP-Bundeshausfraktion solle zwischen mehreren Kandidaten auswählen können. Zudem sei Albert Rösti ein guter Kandidat. Die SVP-Fraktion entscheidet schliesslich, wer für die SVP bei den Bundesratswahlen antritt.

Aebi wollte nicht

Eine Rolle gespielt habe bei den Überlegungen auch, so Panayides weiter, dass die bernische SVP die zweitgrösste Kantonalsektion sei und neun Nationalräte stelle. Deshalb finde es die bernische SVP angemessen, jemanden zu melden.

Rösti ist laut Panayides auch bereit, Bundesrat zu werden. Abgesagt haben hingegen drei andere bekannte Berner SVP-Vertreterinnen und -Vertreter in Bundesbern, welche von der Spitze der bernischen SVP kontaktiert wurden: Die Nationalräte Adrian Amstutz, Nadja Pieren und Andreas Aebi.

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