23.10.2014 07:35
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bern
Rösti einstimmig nominiert
Die Berner SVP schickt Nationalrat Albert Rösti in den Ständeratswahlkampf. Die Delegierten nominierten den 47-jährigen Uetendorfer am Mittwoch einstimmig. Rösti war der einzige verbleibende Kandidat.

In den vergangenen Monaten hatten verschiedene Parteiexponenten Interesse an einer Kandidatur signalisiert. Zuerst preschte der wegen Amtszeitbeschränkung abtretende Nationalrat Rudolf Joder in einer unabgesprochenen Aktion vor. Damit stiess er verschiedene Parteikollegen vor den Kopf, da viele in Parteipräsident Werner Salzmann ihren Wunschkandidaten sahen.

Joder zog sich erst Mitte Oktober zurück

Salzmann legte umgehend nach und signalisierte ebenfalls sein Interesse. Schliesslich bewarb sich auch der grössrätliche SVP-Fraktionschef Peter Brand noch um eine Kandidatur. Die Pateileitung drängte schliesslich auf eine Doppelkandidatur eines amtierenden Nationalratsmitgliedes. Im Fokus stand Nationalrat Albert Rösti. Nach Röstis Zusage nahmen sich Salzmann und Brand umgehend aus dem Rennen. Joder blieb zunächst unbeugsam, blies dann aber Mitte Oktober ebenfalls zum Rückzug.

Die SVP-Delegierten nominierten Rösti am Mittwoch per Akklamation einstimmig. «Wo gearbeitet wird, geschehen Fehler, wo politisiert wird auch», wandte sich Rösti an die Delegierten. In einer grossen Partei sei es eben nicht immer vermeidbar, dass solche Sachen in der Öffentlichkeit diskutiert würden. Jetzt gelte es aber, vorwärts auf die Wahlen zu schauen, sagte Rösti.

Nein zu Ecopop-Initiative

Diskutiert wurde am Mittwoch auch über die eidgenössischen Abstimmungsvorlagen vom 30. November. Einstimmig sagten die Delegierten Nein zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung. Auch die Ecopop-Initiative lehnten die über 400 Delegierten mit 33 Gegenstimmen und 27 Enthaltungen ab.

Nationalrat Adrian Amstutz hatte zuvor die Ecopop-Initiative mit ihrer Beschränkung der Einwanderung auf rund 16'000 Personen pro Jahr als Eigentor für die Wirtschaft bezeichnet. Dass die Initianten dann auch noch Steuergelder für die freiwillige Familienplanung in Entwicklungsländern einsetzen wollten, sei nicht sinnvoll. Die SVP müsse ihr Augenmerk vielmehr auf die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative richten, forderte Amstutz. Ja sagten die Delegierten nach eingehender Diskussion zur Gold-Initiative.

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