6.04.2016 07:08
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Zürich
Landwirt kandidiert für Präsidenten-Posten
Der Parteivorstand der SVP des Kantons Zürich hat am Dienstag die beiden Kandidaten aufgestellt, die um den Posten des Kantonalpräsidenten ins Rennen steigen: Es sind Nationalrat Claudio Zanetti und Kantonsrat Konrad Langhart. Entscheiden werden die Delegierten am 28. April.

Der Parteivorstand der SVP des Kantons Zürich hat am Dienstag die beiden Kandidaten aufgestellt, die um den Posten des Kantonalpräsidenten ins Rennen steigen: Es sind Nationalrat Claudio Zanetti und Kantonsrat Konrad Langhart. Entscheiden werden die Delegierten am 28. April.

Im Vorstand des Bauernverbandes

Die Delegierten haben damit die Wahl zwischen zwei völlig unterschiedlichen Politiker-Typen: Der 49-jährige Nationalrat Zanetti ist sehr medienaffin, fast pausenlos auf Twitter und scheut keine Provokation.

Sein Konkurrent Langhart aus Oberstammheim im Weinland verkörpert das Gegenteil: Der 52-jährige Landwirt gilt als stiller Schaffer. Seit 2011 ist er im Zürcher Kantonsrat, zudem sitzt er im Vorstand des kantonalen Bauernverbandes. Sein Auftreten ist unaufgeregt - vor allem verglichen mit Intensiv-Twitterer Zanetti, mit dem auch mal das Temperament durchgeht.

Hans-Peter Amrein ohne Chance

Nicht in die offizielle Auswahl kam Kantonsrat Hans-Peter Amrein, der ebenfalls Interesse bekundet hatte. Zum Verhängnis wurde ihm sein Zerwürfnis mit der Fraktionsleitung im Herbst 2015. Der Küsnachter hatte sich mit Fraktionschef Jürg Trachsel überworfen und seine Mitgliedschaft in der SVP-Fraktion sistiert - gemäss eigenen Angaben wegen Verletzung seiner Integrität. Trachsel solle ihn einer Intrige bezichtigt haben.

Während rund zweier Monate nahm der 57-Jährige als fraktionsloses Mitglied an den Kantonsratssitzungen teil. Mittlerweile haben sich Amrein und Trachsel zwar wieder versöhnt, die Chancen für das Präsidentenamt tendieren nun aber gleich null. Amrein kann seine Kandidatur aber als wilder Kandidat aufrecht erhalten und sich an der Delegiertenversammlung zur Wahl stellen.

Alfred Heer, der bisherige Kantonalpräsident, ist zufrieden mit dem Zweierticket. «Wir haben zwei gute Kandidaten, die fähig sind, das Amt auszuführen», sagte er nach der Vorstandsversammlung. Heer gibt das Präsidentenamt nach sieben Jahren ab.

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