25.09.2020 15:14
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Coronakrise
Landesversorgung verbessern
Die Corona-Krise hat Schwächen bei der wirtschaftlichen Landesversorgung aufgedeckt. Der Nationalrat verlangt nun vom Bundesrat, das Konzept der Pflichtlagerhaltung zu überprüfen.

Stillschweigend hat er am Freitag eine Motion mit dieser Forderung angenommen. Dabei soll auch der Produktekatalog und eine allfällige Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten und Regionen geprüft werden. Der Bundesrat hatte sich bereit erklärt, den Auftrag entgegenzunehmen. Es handle sich um eine Daueraufgabe, schreibt er in seiner Stellungnahme. Die Motion geht nun an den Ständerat.

Das gleiche gilt für eine weitere Motion, die den Wiederaufbau des Ethanol-Pflichtlagers verlangt. Die Vorräte des Bundes waren 2018 aufgelöst worden, was in der Corona-Krise prompt zu einem Engpass führte. Der Bundesrat hatte sich auch mit diesem Vorstoss einverstanden erklärt.

Schliesslich hat der Nationalrat einer Motion zugestimmt, die verlangt, die Lehren für das Gesundheitssystem aus der Corona-Krise zu ziehen. Im Fokus sind die Auswirkungen auf die Notfallversorgungen, die Digitalisierung, die indirekten Kosten und der Influenza-Pandemieplan.

Der Bundesrat hatte in seiner Stellungnahme darauf hingewiesen, dass die Arbeiten erst nach Bewältigung der Pandemie in Angriff genommen werden könnten. Die Räte haben bereits eine Reihe von Vorstössen angenommen, die auf eine krisenresistente Versorgung abzielen.

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