24.04.2015 14:54
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
Bauernverband
Kurzaufenthalter, nicht Zuwanderer
Der Schweizer Bauernverband (SBV) verlangt, dass bei der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative Aufenthalter, die weniger als ein Jahr in der Schweiz bleiben, von den Höchstzahlen und Kontingenten ausgenommen sind. Das Inlandpotential soll auch besser genutzt werden.

Die Landwirtschaft beschäftigt jedes Jahr zwischen 25‘000 und 35‘000 ausländische Arbeitskräfte, deren Einsatz aber grossmehrheitlich weniger als ein Jahr dauert, schreibt der Bauernverband am Freitag in einer Mitteilung. Kurzaufenthalter sollen deshalb vom Umsetzungsvorschlag des Bundesrates zur Zuwanderungsinitiative von den vorgeschlagenen Kontigentierung ausgenommen werden.

Für Personen, die nur bis zu vier Monate in der Schweiz arbeiteten, müsse es analog dem aktuellen Meldeverfahren eine einfache, schnelle und kostengünstige Rekrutierungsmöglichkeit geben. Eine Regelung über Gebühren oder Abgaben komme für die Landwirtschaft nicht infrage. Die Kontingente müssen gemäss SBV flexibel sein und auch Wirtschaftssektoren mit tiefer Wertschöpfung berücksichtigen. Der SBV unterstützt das duale Zulassungssystem und damit die Privilegierung für Angehörige der EU-EFTA-Staaten.

Auch das Inländerpotential ist dem Verband wichtig. Aus diesem Grund engagiert er sich zusammen mit dem Staatssekretariat für Migration für ein Pilotprojekt zur Arbeitsintegration von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen in der Landwirtschaft.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE