21.04.2016 13:54
Quelle: schweizerbauer.ch - Samuel Krähenbühl
Berner Bauernverband
Kulturland vor Hochwasserprojekten schützen
Der Berner Bauern Verband verabschiedete an seiner Jahresversammlung am Mittwoch in Thun eine Resolution zur besseren Berücksichtigung der Landwirtschaftlichen Nutzfläche und der Fruchtfolgeflächen bei Wasserbauprojekten.

Aufgrund der letztjährigen Umwandlung in einen Verein haben nun alle Aktivmitglieder vom Berner Bauern Verband Stimmrecht und sind zur Mitgliederversammlung eingeladen. Rund 180 Personen nahmen gemäss einer Mitteilung an der Versammlung teil. Die Stimmberechtigten hiessen die Rechnung 2015 mit einer „Roten Null“, sowie das Budget 2016 gut.

Mittels der Kulturland-Initiative sei die Thematik rund um Kulturland und Raumplanung im vergangenen Jahr aktiv besetzt worden. "Eine bauliche Weiterentwicklung im Kanton ist mit der vorliegenden Lösung gegeben. Dem Bau von einstöckigen Einkaufstempeln mit grossflächigen Parkplätzen, wird jedoch künftig im Kanton Bern ein Riegel geschoben", heisst es. Falls in den nächsten zwei Monaten kein Referendum ergriffen werde, werde der Gegenvorschlag aktiv.

Eine Resolution wurde vom Landwirtschaftlichen Verein Gantrisch eingegeben und von der Versammlung einstimmig gutgeheissen. Die landwirtschaftlichen Nutzflächen (LN) und die Fruchtfolgeflächen (FFF) sollen demnach bei Projekten des Wasserbaus besser berücksichtigt und stark gewichtet werden. Die Gemeinden werden in der kommenden Zeit die Umsetzung der neuen Auflagen im Gewässerschutz umsetzen müssen. Es gilt in diesen anstehenden Gesprächen kühlen Kopf zu bewahren und tragfähige Lösungen zu finden.

Der Abstimmungskampf zur Ernährungssicherheitsinitiative wurde als "ein wichtiges und grosses Projekt für den Schweizer- wie auch für den Berner Bauern Verband" im kommenden Jahr propagiert. Die Sensibilisierung und das Aufklären der Bevölkerung für die Relevanz der einheimischen Nahrungsmittelproduktion müsse jetzt geschehen und für diese ist der Berner Bauern Verband auf die Unterstützung aller Landwirtinnen und Landwirte angewiesen.

Personelles

Zum neuen Präsident der Fachkommission Milch wurde Ueli Fahrni aus Rumisberg gewählt. Die Fachkommission wurde im vergangenen Jahr von Hans Marti aus Scheunen präsidiert. Neu wurde eine Fachkommission für die Junglandwirtinnen und Junglandwirte (Jula) geschaffen. Zu deren ersten Präsidentin wählte die Versammlung die junge Agronomin Rahel Joss aus Gysenstein. Hans Marti und Béatrice Struchen sind auf dieses Jahr aus dem Kleinen Vorstand zurückgetre-ten. An ihre Stelle wurden Markus Lüscher aus Schalunen und Daniel Weber aus Gerolfingen gewählt.  In den Grossen Vorstand wurden neu gewählt: Beat Schmocker, Homberg; Ronny Köhli, Kall-nach; Stefan Gilgen, Oberwangen; Franz  Guillebeau, Lanzenhäusern; Markus Kneubühl, Krie-chenwil; Rahel Joss, Gysenstein.

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