28.09.2020 08:43
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Presse
Jagdgesetz: Das sagt die Presse
Die «Neue Zürcher Zeitung» und der Zürcher «Tages-Anzeiger» schreiben zur Ablehnung des revidierten Jagdgesetzes:

«Neue Zürcher Zeitung»:

«Die Mehrheit hat entschieden, dass der Wolf nicht zur regulierbaren Art erklärt wird und die Kantone nicht präventiv in die Rudel eingreifen dürfen, wenn die Belastung durch Wölfe in einem Gebiet zu gross wird. (...) Was sich dabei zeigt, ist mehr als der klassische Stadt-Land-Graben oder ein Flachland-Alpen-Graben. Zutage tritt ein Betroffenheitsgraben. In föderalistischer Manier hätte das Jagdgesetz die Kompetenz zur Bewilligung von Wolfsabschüssen vom Bund an die Kantone übertragen und damit näher zu den Betroffenen gebracht. (...) Das sehr knappe und auf solche Weise zustande gekommene Resultat ruft nach einem neuen Anlauf zu einer Gesetzesrevision, welche die tatsächlichen Mängel des heutigen Gesetzes beseitigt.»

«Tages-Anzeiger»:

«Einmal mehr zeigt sich, wie wichtig das Referendum als politisches Instrument ist. Die bürgerliche Mehrheit im Parlament hat - noch vor den Wahlen 2019 - das bislang ziemlich ausbalancierte Dreieck von Schutz, Regulierung und Jagd arg in Schieflage gebracht. Nun hat das Stimmvolk die Politiker zurückgepfiffen - zu Recht. Die Vorlage hätte den Artenschutz nicht gestärkt, wie die Befürworter glauben machen wollten. Das Gegenteil wäre der Fall gewesen. (...) Die Biodiversität schwindet, weltweit, aber auch in der Schweiz. Das Parlament hat es in der Hand, diesem gefährlichen Trend entgegenzuwirken.»sda

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