6.02.2013 06:49
Quelle: schweizerbauer.ch - Samuel Krähenbühl
Bauernverband
Hans Frei will nun offenbar Dissler herausfordern
Die Erneuerungswahl der beiden Vizepräsidenten des Schweizer Bauernverbandes (SBV) steht an. Josef Dissler, welcher der gleichen Partei angehört wie der neue Präsident Markus Ritter, wird nun offenbar herausgefordert.

Eigentlich wäre die turnusgemässe Erneuerungswahl der beiden SBV-Vizepräsidenten Josef Dissler (CVP, LU) und Fritz Glauser (FDP, FR) bereits an der SBV-DV vom 21. November angestanden. «Weil damals das Präsidium neu besetzt wurde, die beiden aktuellen Vizepräsidenten fürs Präsidentenamt kandidierten und man die Ausgangslage deshalb nicht kannte, hatte man die Wahl der Landwirtschaftskammer (Laka) übertragen», erklärt SBV-Sprecherin Sandra Helfenstein. Die Laka werde den neuen Vizepräsidenten nun am 26. April wählen, wobei allfällige Kandidaten bis am 26. Februar nominiert sein müssten.

Disslers Sitz umstritten

Während den Westschweizer Sitz des Freiburgers Glauser, der erst seit gut 2 Jahren Vizepräsident ist, niemand angreift, ist der Luzerner Dissler wegen der CVP-Doppelvertretung im Präsidium nach der Wahl des neuen Präsidenten Markus Ritter (CVP, SG) umstritten. Dissler hatte sich in den Medien dahingehend geäussert, dass er im Falle einer Kampfwahl vermutlich nicht mehr antreten würde.

Frei wird antreten

Die Spatzen zwitschern nun ganz laut von den Dächern, dass Hans Frei, Präsident des Zürcher Bauernverbandes (ZBV), in den nächsten Tagen seine Kandidatur bekannt geben wird.ZBV-Geschäftsführer Ferdi Hodel will auf Anfrage nicht bestätigen, dass Frei bereits offiziell als Kandidat nominiert ist. «Beim ZBV läuft der Nominierungsprozess, und in den nächsten Tagen ist mit einer Medienmitteilung zu rechnen», räumt er aber dann doch ein.

Die Lobag hat die SBV-Präsidiumswahlen mit ihrem Kandidaten Andreas Aebi verloren. «Seit der Präsidentenwahl im November hat die Lobag stets betont, dass wir im Präsidium SBV alle drei massgebenden Parteien SVP, CVP und FDP vertreten haben wollen. Daran halten wir weiterhin fest», meint Lobag-Sprecher Christian Streun auf Anfrage. Zur Person eines möglichen SVP-Vertreters wolle sich die Lobag zum aktuellen Zeitpunkt nicht äussern. Der kleine Vorstand werde sich am 14. Februar mit dem Thema  befassen.

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