9.04.2019 06:02
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Thurgau
Gegen Bevormundung von Bauern
Der Verband Thurgauer Landwirtschaft sprach sich an der Generalversammlung gegen die Bevormundung der Bauern und Bäuerinnen aus. Die Thurgauer Landwirtschaft sei bezüglich Produktion und Ökologie gut aufgestellt, so der Politiker Walter Schönholzer.

Mit der Agrarpolitik AP22+ kämen nach dem politisch sowie temperaturmässig heissen Jahr 2018 weitere Auseinandersetzungen mit Politik und Verwaltung auf die Landwirtschaft zu. Dies rief der Nationalrat und Präsident Verband Thurgauer Landwirtschaft (VTL), Markus Hausammann, bei der Generalversammlung in Erinnerung.

Dass die Bäuerinnen und Bauern bevormundet würden, müsse sich in Zukunft ändern. Das Projekt 3V solle dies ändern: Vertrauen, Veranwortung und Vereinfachung solle dazu führen, dass die Betriebsleiterfamilien die Entwicklung ihrer Betriebe wieder massgeblich selbst bestimmen könnten. Hausammann bedankte sich bei der Thurgauer Regierung, die sich in ihrer Stellungnahme dezidiert gegen einen erneuten massiven Umbau der Agrarpolitik wende.

Wichtiges Standbein der Thurgauer Wirtschaft

Regierungsrat Walter Schönholzer stellte in seiner Rede fest, dass die Land- und Ernährungswirtschaft ein starkes Standbein der Thurgauer Wirtschaft sei. Viele Konsumenten seien allerdings viel zu weit von der bäuerlichen Realität entfernt. Das sei für die Landwirtschaft sowohl gefährlich als auch eine grosse Herausforderung.

Er fügte aber an, dass die Thurgauer Landwirtschaft zum Glück gut aufgestellt sei bezüglich Produktion und Ökologie. So engagiere sich der Kanton Thurgau sehr stark im Aktionsplan zur Risikoreduktion sowie der nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln mit den zwei Ressourcenprojekten AquaSan und PFLOPF. Geplant sei, dass man den Dialog mit der Bevölkerung weiter suche, insbesondere in Hinblick auf die Initiativen-Flut.

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