5.12.2013 14:47
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/lid
Tierschutz
Freihandel: STS mahnt - Tierschutz nicht vergessen
Der Schweizer Tierschutz (STS) fordert, dass beim Freihandelsabkommen mit China der Tierschutz nicht vergessen wird. Befürchtet wird ein massiver Anstieg der Importe von tierquälerisch produzierten Produkten.

In China seien Tierschutz und Konsumentenschutz praktisch inexistent, schreibt der STS in einer Medienmitteilung. Gleichzeitig forciere China Tierfabriken sowie Massentierhaltung und verabreiche weltweit am meisten Antibiotika und Leistungsförderer an Nutztiere. Besondere Sorge bereitet dem STS, das künftig die Zölle für Hühner und Kaninchenfleisch sinken und für Pelzprodukte gar ganz wegfallen sollen.

Gemäss STS sinken durch die Marktöffnung die Zölle beim Geflügelfleisch von 30 Fr. auf 6 Fr. pro 100 kg Fleisch, beim Kaninchenfleisch sinkt der Ansatz von 26 Fr. auf 20,80 Fr je 100 kg. Dies führe zu einem massiven Anstieg der Einfuhr an Produkten, die fern jeder Tierwürde produziert würden, mahnt der Tierschutz. Der STS wendet sich aber gegen den Import tierischer Produkte, deren Herstellung den Grundsätzen der Schweizer Tierschutzgesetzgebung widerspricht, ohne dass dies durch eine entsprechende Deklaration für den Konsumenten ersichtlich ist. "Die Bedingungen in China entsprechen in keiner Weise der hierzulande geforderten nachhaltigen und tiergerechten Produktion und sie sind mit unvorstellbaren Tierquälereien verbunden", stellt der STS klar.

Der STS fordert deshalb die Regierung und das Parlament auf, den Tier- und Konsumentenschutz beim Abkommen nicht auszuklammern und sich den Bedenken von Konsumenten und Bauern zu stellen.

Zudem habe China in der Schweiz Schlachthöfe kontrolliert, die Schweiz hingegen habe darauf verzichtet, selbst Kontrolleure nach China zu entsenden. Die Schweize stützt sich auf Kontrollen des Europäischen Lebensmittel- und Veterinäramtes (FVO).

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE