9.12.2015 08:20
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bundeshaus
Fraktionen geben sich zugeknöpft
Nach der «Nacht der langen Messer» halten CVP und FDP an ihrer Strategie fest: Sie wollen einen Kandidaten vom Dreierticket wählen. Nach ihren Fraktionssitzungen am Mittwochmorgen gaben beide Fraktionen bekannt, es habe gegenüber dem Vortag nichts geändert. Die SVP will alle bisherigen Bundesräte wiederwählen. Sie stehe zur «bewährten Konkordanz», teilte die Partei kurz vor der Bundesratswahl am Mittwoch mit.

Es habe keine Änderung gegenüber Dienstagabend gegeben, sagte CVP-Präsident Christophe Darbellay. Die CVP gebe keine Empfehlung für einen der drei Kandidaten ab. Stimmfreigabe hat auch die FDP beschlossen. Es habe sich nichts mehr geändert seit Dienstag, sagte FDP-Nationalrat Fathi Derder (VD).

Die SP wollte sich am Mittwochmorgen nicht in die Karten blicken lassen. Fraktionschef Roger Nordmann sagte nicht einmal, ob entschieden worden sei, wen die SP wählen werde. Das werde man dann bei der Wahl sehen.

Konkordanz heisst für die SVP gemäss ihrer Mitteilung, dass die drei wählerstärksten Parteien mit zwei Bundesräten in der Landesregierung vertreten sind und die viertstärkste mit einem Bundesrat. Zudem unterstützt die SVP-Fraktion einstimmig die Wahl von Walter Turnherr (CVP) als Bundeskanzler.

Hinter dem Dreierticket der SVP, das am 20. November beschlossen wurde, steht die SVP-Fraktion ebenfalls einstimmig. Offizielle Kandidaten sind der Waadtländer Guy Parmelin, der Zuger Thomas Aeschi und der Tessiner Norman Gobbi.

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