3.08.2020 15:12
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Export
Export zu Ramschpreisen
Die Bäuerliche Interessen-Gruppe für Marktkampf (BIG-M) kritisiert den Anstieg der Butter- und Käseimporte sowie den Export von Halbhartkäse nach Italien. Die Coronakrise habe die Käseimporte in die Höhe katapultiert, schreibt die BIG-M in einer Mitteilung.

Der Lebensmitteleinzelhandel setzte in den ersten fünf Monaten des Jahres viel mehr Käse ab, doch diese zusätzlichen Mengen kaufte er im Ausland ein. Damit verliere der Lebensmitteleinzelhandel seine Glaubwürdigkeit vollends, so BIG-M.

Zudem drohe der Schweiz ein Buttermangel und während des Lockdowns sei viel mehr Frischkäse als üblich verkauft worden, doch von dieser positiven Marktentwicklung würden die Schweizer Milchbauern nichts spüren. Es laufe einiges schief, kritisierte die Organisation. "Rekordhohe Käseimporte und dazu noch 3000 Tonnen Butterimporte und der Milchpreis bleibt, wo er ist: Der Schweizer Milchmarkt ist und bleibt ein Machtspiel, in dem die Bauern als Verlierer dastehen", so BIG-M.

Bitter sei auch der ein Blick in die Statistik der Oberzolldirektion. Die Schweiz habe in den Monaten März bis Juni 297’000 Kilo Halbhartkäse nach Italien exportiert. Zu eigentlichen Ramschpreisen von 3.40 Fr. im März, 3.20 Fr. im April , 2.70 Fr. im Mai und 2.80 Fr. pro Kilo im Juni, hält BIG-M fest. Nach wie vor ist es ein Branchengeheimnis, welche Hersteller bei diesen Skandalexporten mitmachen. Ein Skandal in den Augen der Interessen-Gruppe.

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