20.06.2019 07:34
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Gewässer
Einheitliche Gewässerräume
Bund und Kantone wollen, dass die Vorschriften für die Festlegung von so genannten Gewässerräumen landesweit einheitlich umgesetzt werden. Sie haben deshalb eine Arbeitshilfe für die zuständigen Stellen publiziert.

Die Pflicht, Gewässerräume festzulegen, ist seit 1. Januar 2011 im Gewässerschutzgesetz verankert. 2016 und 2017 wurden die Bestimmungen revidiert; Gerichtsentscheide und Vorstösse im Parlament waren der Anlass dazu, wie die Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz der Kantone (BPUK) am Mittwoch schrieb.

Die Bereinigungen brachten für die Kantone mehr Spielraum für die Festsetzung der Gewässerräume. Mit der Arbeitshilfe wollen Bund und Kantone Orientierung geben und für eine möglichst einheitliche Umsetzung der Vorschriften sorgen. Bis Gewässerräume überall ausgeschieden sind, dürfte es laut BPUK noch «einige Zeit» dauern.

Erarbeitet wurde die fast 100-seitige Arbeitshilfe von der BPUK, der Landwirtschaftsdirektorenkonferenz (LDK) sowie den Bundesämtern für Umwelt (Bafu), Raumentwicklung (Are) und Landwirtschaft (BLW). Der Gewässerraum ist laut BPUK nötig, damit die Flüsse und Bäche ökologische Funktionen wahrnehmen können. Auch den Schutz vor Hochwasser dient er. Darunter zu verstehen ist der Streifen Boden, zu dem die Sohle des Gewässers, dessen Böschungen und dessen Ufer gehören - samt Flora und Fauna.

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