30.09.2019 13:30
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Parlament
Dezentrale Schlachthöfe fördern
Nationalrätin Martina Munz (SP/SH) will vom Bundesrat wissen, ob aus Sicht des Tierwohls dezentrale Schlachtanlagen wichtig wären. Und Munz will weiter wissen, ob der Bund Möglichkeiten sieht, solche Anlagen zu unterstützen.

Martina Munz lobt die Schweizer Bauern in ihrer Interpellation. Die Schweizer Landwirtschaft sei in Sachen in Tierschutz und Tierwohl führend. Und die Bauern würden laufend Verbesserungen erzielen, hält sie fest.

Verbesserungenpotenzial sieht die SP-Frau bei der Schlachtung der Nutztiere. «Leider läuft die Entwicklung der Schlachtanlagen genau in der gegenteiligen Richtung. Die Schlachtanlagen werden zentral konzentriert», hält sie fest.

Kleine Schlachtanlagen würden so stillgelegt. Dies zum Nachteil von Rindern und Schafen, die aus Berggebieten mittels langen Transportwegen in die grossen Schlachtbetriebe ins Mittelland transportiert werden, fährt sie fort.

«Besonders Tiere aus besonders tierfreundlicher Haltung sind besonders oft von langen Transportzeiten betroffen, da nicht alle Schlachthöfe für entsprechende Label zertifiziert sind», schreibt Munz. Für die Nationalrätin wäre es deshalb sinnvoll, regionale Schlachtbetriebe zu unterstützen. 

Sie möchte deshalb vom Bundesrat wissen, welche Möglichkeiten bestehen, um regionale Schlachtbetriebe langfristig zu sichern respektive dezentrale Strukturen wieder aufzubauen. Und Munz will auch in Erfahrung bringen, mit welchen Instrumenten der Betrieb von Infrastrukturanlagen unterstützt werden könnte.

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