22.09.2014 07:30
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Biodiversität
Bundesrat: Mandat für Biodiversität-Weltkonferenz verabschiedet
Im Oktober findet in Südkorea die Konferenz zum UNO-Übereinkommen über die Biologische Vielfalt statt. Der Bundesrat verabschiedete am Freitag das Mandat für die Schweizer Delegation. Ein Thema der Konferenz ist die Umsetzung der globalen Strategie zur Erhaltung der Artenvielfalt.

Die Schweizer Delegation, die nach PyeongChang reist, wird von Bruno Oberle angeführt, dem Direktor des Bundesamtes für Umwelt (BAFU). Die 12. Vertragsparteienkonferenz der UNO zum Übereinkommen über die Biologische Vielfalt (CBD) dauert vom 6. bis 17. Oktober, wie das Bundesamt für Umwelt mitteilte.

193 Staaten beigetreten

An der Konferenz wird der Stand der Umsetzung der Strategie für die biologische Vielfalt erörtert. Die Teilnehmer wollen den weltweiten Zustand der Biodiversität analysieren und über weitere Massnahmen befinden. Die Schweiz ratifizierte das CBD-Abkommen vor 20 Jahren; bis heute sind 193 Staaten beigetreten.

Der Bundesrat verabschiedete im April 2012 die Strategie Biodiversität Schweiz. Auf dieser Grundlage wird zurzeit ein Aktionsplan erstellt, wie es in der Mitteilung hiess. Dieser berücksichtigt auch die Ziele des globalen strategischen Plans.

Erste Konferenz zu Nagoya-Protokoll

In PyeongChang findet gleichzeitig mit der CBD-Konferenz die erste Vertragsparteienkonferenz des Nagoya-Protokolls statt, das am 12. Oktober 2014 in Kraft tritt. Das Abkommen regelt den Zugang zu genetischen Ressourcen und deren Nutzung. Die Schweiz ratifizierte es 2014 und passte dafür ihr Natur- und Heimatschutzgesetz an.

Gegenstand des Nagoya-Protokolls sind auch die Vorteile, die sich aus der Nutzung genetischer Ressourcen ergeben. Damit trage das zur Umsetzung der Ziele des Übereinkommens über biologische Vielfalt bei, hiess es.

Delegationsleiter Oberle wird für die Konferenz der Titel eines Staatssekretärs verliehen. Nach Südkorea mitreisen werden Vertreterinnen und Vertreter der Bundesämter für Umwelt und Landwirtschaft sowie des Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

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