30.05.2013 07:52
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Biodiversität
«Biodiversität muss von der gesamten Gesellschaft getragen werden»
Der Bund solle aufzeigen, wie die Biodiversität im Siedlungsraum und in Industrie- und Gewerbezonen gefördert werden kann, fordert der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband.

Biodiversität gehe alle etwas an. In die Pflicht genommen werden sollen nicht nur die Bauern. Gerade im Siedlungsraum und in Industrie- und Gewerbezonen liege gewaltiges Potential brach, heisst es in einer Mitteilung des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes. "Die Biodiversität muss von der gesamten Gesellschaft getragen werden", so die eindeutige Forderung des Verbandes. Der Bund solle Vorschläge machen, wie die Biodiversität in diesen Gebieten gefördert werden könne.

Der Aktionsplan Biodiversität des Bundes führe zu einem Zielkonflikt mit der Nahrungsmittelproduktion. Die dabei entstehenden Ertragsverluste müssten - ebenso wie der Mehraufwand - abgegolten werden. "Mehrerlöse am Markt sind heutzutage unrealistisch", schreibt der SBLV dazu.

Gemäss Aktionsplan Biodiversität soll die Biodiversität im Ackerbaugebiet verstärkt gefördert werden. Die Zielsetzungen sind gemäss SBLV sehr ambitiös. So soll der Anteil von wertvollen Biodiversitätsflächen im Ackerbaugebiet um 6 bis 9 Prozent erhöht werden. Auf mindestens 20 Prozent der Ackerfläche muss eine Low-Input Produktion stattfinden.

Zudem sollen sogenannte Fördermassnahmen auf Produktionsflächen entwickelt und eingeführt werden: Beispielsweise soll der Anbau von Sommergerste 10 Prozent der Getreidefläche ausmachen, auf 10 Prozent der Getreidefläche sollen Lerchenfenster angelegt werden und 20 Prozent der Maisfläche soll mit Streifenfrässaat, als Maiswiese oder als Mais mit Untersaat angebaut werden

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